Ein Tempolimit bringt für den Kampf gegen den Klimawandel und für Energieeinsparungen nur dann etwas, wenn nicht nur das erlaubte Tempo auf den Autobahnen dadurch reduziert wird, sondern die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit. Daran kann man zweifeln, wenn man beobachtet, wie schnell die Menschen tatsächlich fahren, wo „freie Fahrt“ erlaubt ist. Und auch empirische Forschungen zeigen: Langsamer wird es wohl nicht. Dazu habe ich für Welt einen Kommentar geschrieben.
Kategorie: Gesellschaft
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Verzichten fürs Klima?
Vor längerer Zeit hatte ich in einem Politischen Feuilleton beim Deutschlandfunk Kultur schon einmal darüber gesprochen, ob „Verzicht“ ein gutes Konzept ist, um den Gefahren des Klimawandels zu begegnen. Nun hat mich die Abendschau des rbb zu diesem Thema befragt. Meine These ist, dass wir auch unter den Bedingungen des Klimawandels viele Optionen haben, sodass wir nicht vom Verzichten reden sollten, sondern vom bewussten Auswählen, in das auch Informationen über die Konsequenzen der Auswahl und Reflexionen des Gewissens einfließen.
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Dienstpflicht in der verletzlichen Gesellschaft
Nachtrag: Während meines Urlaubs hat die Sendung Politikum des WDR 5 ein Interview mit mir gebracht, in dem es um das Thema Pflichtdienst mit Blick auf die verletzliche Gesellschaft in Klimawandel und Pandemien ging.
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Was gegen den Gender-Stern spricht
Gendergerechte Sprache ist eine gute Idee, aber Sternchen, Binnen-I und andere Merkwürdigkeiten sind der falsche Weg – sagt der Rat für deutsche Rechtschreibung. Mein Beitrag für den Freitag erläutert das – und zeigt zugleich, dass Gendern auch möglich ist, ohne dass jemand beim Lesen stolpern muss – wenn man beim Schreiben nur ein bisschen Kreativität darauf verwendet.
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Zwei oder mehr Geschlechter
In meinem neuen Politischen Feuilleton geht es um die Zwei- oder Mehrgeschlechtlichkeit der Menschen. Mir geht es dabei gar nicht um biologische Fragen oder um das Problem, inwiefern Geschlecht eine soziale Konstruktion ist. Vielmehr meine ich, dass wir einfache Klassifizierungen brauchen, um in der Welt zurechzukommen und sie zu verstehen. Die Menschen in Männer und Frauen einzuteilen ist nützlich und hilft uns, die Welt zu verstehen. Das heißt aber nicht, dass wir im Einzelfall bestreiten müssen, dass es eine große Vielfalt geben kann.
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Zivile Dienstpflicht
Wieder einmal ist ein soziales Pflichtjahr in die Diskussion gekommen. In meinem Gespräch beim Deutschlandfunk plädiere ich dafür, die Sache aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wie die Wehrpflicht sollte auch ein sozialer Pflichtdienst vor allem Vorbereitung auf den Ernstfall sein, auf die vielen Gefährdungen wie Flutkatastrophen, Unwetter, Waldbrände und Überschwemmungen, die eine immer verletzlichere Gesellschaft zukünftig bewältigen muss.
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Über ehrenamtliche Richter
Ich selbst bin seit Jahren ehrenamtlicher Richter (auch „Schöffe“ genannt) am Finanzgericht Münster. Aus der Erfahrung dieser Arbeit heraus habe ich bei DieKolumnisten auf einen Beitrag des Rechtsanwalts Heinrich Schmitz geantwortet. Denn ich halte die Funktion des Laienrichters im Gegensatz zu Schmitz für einen wichtigen Beitrag zum Rechtsfrieden und zur Rechtsprechung.
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Dienstpflicht als Vorbereitung für Ernstfälle
Wenn über eine Dienstpflicht gesprochen wird, geht es oft um billige Arbeitskräfte in der Pflege oder um Selbst- und Welterfahrung für junge Menschen. Der Sinn einer solchen Pflicht sollte sich aber am Sinn der Wehrpflicht orientieren: Menschen auf diszipliniertes und richtiges gemeinsames Handeln in den Ernstfällen vorzubereiten, die der Gesellschaft bevorstehen. Darüber habe ich für WELT geschrieben.
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Warum ich bei PEN Berlin mitmache
Wir befinden uns in Krisenzeiten, die Krisen sind langwierig, miteinander verwickelt und kaum lösbar. Vieles steht auf dem Spiel, Mitmenschlichkeit genauso wie Demokratie und individuelle Freiheit.
Das Stimmengewirr zu den akuten Problemen und den langfristigen Herausforderungen ist vielfältig. Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter bieten Lösungen an, die von eigenen engen Perspektiven und Interessen geprägt sind.
Die schreibenden Intellektuellen reflektieren das und können durch ihre Reflexionskraft zu Aushandlungsprozessen beitragen, die so gestaltet werden müssen, dass sie zugleich dynamisch-widersprüchlich als auch konstruktiv-verbindend sind und der soziale Frieden nicht gänzlich in Gefahr kommt.
Ein Teilprozess dieser gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse sind die Debatten unter den Schreibenden selbst. Das PEN Berlin kann ein Ort dieser Debatte werden, nicht der einzige, aber er kann ein wichtiger Raum für konstruktiven Streit in wechselseitiger Anerkennung sein. Dass das nicht einfach ist, ist klar, auch die schreibenden Intellektuellen haben unterschiedliche Perspektiven und Überzeugungen, sie sind zudem von Natur aus Individualisten, sie haben ebenfalls Interessen und sie sind vor allem alle Meister des gesprochenen Wortes, haben Freude an ihrer eigenen Sprache und an der Präsentation ihrer Ansichten. Aber gerade deswegen lohnt sich dieser Streit und wenn er von Wertschätzung und Anerkennung den anderen Mit-Streitern gegenüber geprägt ist, wird er kreative Impulse für einen wertschätzenden Streit in der Gesellschaft geben, der die Gemeinschaft der PEN-Mitglieder wie die Gesellschaft insgesamt nicht auseinandertreibt, sondern im Streit zusammenschließt. Dazu werde ich gern beitragen.