Kategorie: Gesellschaft

  • Rezension: Unter Grünen

    Der Titel wirkt spielerisch, Stadt, Land, Frust klingt nach einem unterhaltsamen Zeitvertreib für gebildete Leute, aber das täuscht. Das Buch von Lukas Haffert, Oberassistent am Lehrstuhl für vergleichende politische Ökonomie der Universität Zürich, liest sich eher wie eine Dissertation und nicht wie ein seichtes Sachbuch. Auf rund 150 Seiten Text folgen ein Tabellenanhang und rund 300 Anmerkungen, vornehmlich Literaturverweise. Man sollte sich also hellwach und konzentriert an dieses Werk setzen.

    Der Untertitel lautet Eine politische Vermessung, und was da vermessen werden soll, das ist wohl die politische Differenz zwischen Stadt und Land, wobei Haffert zunächst einmal – ganz wissenschaftlich – ein Maß sucht für Ländlichkeit oder Urbanität.

    Weiterlesen auf Freitag.de

  • Unterbringung von Flüchtenden

    Um die große Zahl von Flüchtenden aus der Ukraine sicher und zuverlässig unterbringen zu können, wird Software benötigt, die die notwendigen Informationen zu Unterkünften, zu familiären Beziehungen, zum Gesundheitsstatus und vieles mehr erfasst und den betreuenden Mitarbeitern in Städten, Gemeinden und Flüchtlingsunterkünften bereitstellt.

    Für diesen Zweck hat INDAL vor einigen Jahren bereits Resident Care, die Software für das umfassende Management von Informationen zur Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten, entwickelt. Unsere Web-Lösung ist inzwischen in Kommunen und Unternehmen erfolgreich im Einsatz.

    Weiterlesen auf INDAL.de

  • Völkerrecht: Für eine Welt der Regionen

    In der Verurteilung des russischen Einmarsches in die Ukraine ist sich die Welt fast einig. Ein „Bruch des Völkerrechts“ sei nicht hinnehmbar, die „Souveränität und territoriale Integrität der Staaten“ müsse geachtet werden. Kommentatoren und Politiker sind überzeugt: Dieses Prinzip sichert Stabilität und Frieden auf der Welt. Fraglos ist der von Putin befohlene Überfall auf die Ukraine ein Verbrechen gegen die Menschen und eine Gefahr für den Frieden in der Welt überhaupt. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob das Paradigma der territorialen Integrität nicht so problematisch ist, dass es einen Vorwand für Aggressionen bieten kann. Selbst Putin stellt den Grundsatz ja nicht in Frage, er bestreitet „nur“ die Eigenständigkeit der Ukraine und behauptet, die souveränen Grenzen Russlands würden das ukrainische Gebiet zumindest teilweise umfassen.

    Welterlesen auf Freitag.de

  • Arbeiten bei INDAL

    INDAL – das ist vor allem ein Team von kreativen Leuten, die gemeinsam und zugleich eigenverantwortlich an individuellen Softwarelösungen für anspruchsvolle Auftraggeber arbeiten. Wenn Sie Teil dieses Team werden wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

    Studierende der Informatik oder der Wirtschaftsinformatik können während des Semesters bei uns flexibel und eigenständig an Projekten mitarbeiten.

    Sie können bei uns eine Bachelorarbeit oder eine Masterarbeit in der Informatik oder der Wirtschaftsinformatik erstellen, die einen praktischen Bezug hat und zugleich eine interessante Forschungsfrage bearbeitet.

    Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, wenn Sie ein Bachelor- oder Masterstudium abgeschlossen haben und auf der Suche nach einem anspruchsvollen Berufseinstieg in die professionelle Softwareentwicklung sind.

  • Wann der Fokus auf Kriegsberichterstattung gefährlich wird

    Der Krieg in der Ukraine dominiert die öffentliche Diskussion, nicht nur die Schlagzeilen und die Portale der großen Medien, die Nachrichtensendungen und die Talkshows kennen derzeit fast kein anderes Thema, auch die regen Diskussionen auf Twitter und Facebook und unter Kollegen und Freunden werden von Fragen nach Ursachen, Verlauf, möglichem Ausgang und Konsequenzen des Krieges bestimmt. Bedenkt man die Komplexität der politischen, militärischen und ökonomischen Verflechtungen in Europa und der Welt, ist das auch wenig überraschend.

    Und dennoch: im Schatten des Krieges geht die ganz normale Politik weiter, vergeht Zeit, die für die Lösung anderer Probleme genutzt werden müsste und die für die Aufarbeitung der Erfahrungen der letzten Jahre nötig wäre. Wir müssen darüber reden, wie die Gewaltenteilung funktioniert, denn zu oft hat in den letzten zwei Jahren die Regierung grundsätzliche Entscheidungen bis hin zur Einschränkung zentraler Grundrechte wie des Versammlungsrechts getroffen, ohne dass das Parlament ausreichend befragt worden wäre. Immer wieder hat das Bundesverfassungsgericht den Eindruck erweckt, eher nach juristischen Rechtfertigungen für Regierungshandeln zu suchen, als es tatsächlich darauf zu prüfen, ob es dem Geist des Grundgesetzes entspricht.

    Weiterlesen auf welt.de

  • Rezension: Warten aufs Weltdrama

    Wie liest man ein Buch, das einem schon auf dem Titel eine Provokation, wenn nicht gar einen Vorwurf entgegenschleudert? Wer schweigt, stimmt zu steht groß auf dem kleinen Einband. Am unteren Rand zwängt sich gerade noch so der Untertitel Über den Zustand unserer Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen. Da nun die meisten der womöglich zahlreichen Leser bisher zur schweigenden Mehrheit gehören dürften, muss man erwarten, dass sie das Buch mit gemischten Gefühlen des Ertappt-Werdens oder mit dem Impuls zur Selbstverteidigung zur Hand nehmen.

    Weiterlesen auf Freitag.de

  • Rezension: Lauterbachs zwei große Fehler

    Karl Lauterbach hat ein Buch zum Klimawandel geschrieben, „Bevor es zu spät ist“ erscheint am Montag bei Rowohlt. Warum und in welcher Rolle hat sich Karl Lauterbach in den vergangenen Monaten die Zeit für ein Buch zu den Ursachen, den Folgen und vor allem zu Möglichkeiten der Bekämpfung des Klimawandels genommen?

    Ist Karl Lauterbach ein Experte in der Klimaforschung, ist er ein Umweltpolitiker? Beides eher nicht. Expertisen beansprucht er in medizinischen und epidemiologischen Fragen, nicht in der Klimatologie. Sein Feld ist die Gesundheitspolitik, seit einigen Monaten ist er Bundesgesundheitsminister. Warum es ihn dennoch drängt, nun auch zum Klimawandel Stellung zu nehmen, verrät er im Untertitel seines Buchs: „Was uns droht, wenn die Politik nicht mit der Wissenschaft Schritt hält“.

    Weiterlesen auf Welt.de

  • Medizin, die Leiden verlängert

    Es sind keine Außenseiter, keine Vertreter von wissenschaftlichen Randmeinungen, die vor einer Woche im Deutschen Ärzteblatt einen Artikel veröffentlicht haben, der eigentlich zu einem Aufschrei in der deutschen Öffentlichkeit hätte führen müssen. Der wohl bekannteste Autor ist Christian Karagiannidis, Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin. Wie er sind auch die anderen Autoren Klinikdirektoren in Universitätskrankenhäusern. Dennoch fand ihr Aufsatz mit dem Titel „ECMO-Einsatz bei COVID-19: Hohe Sterblichkeit in der Klinik“ kaum Aufmerksamkeit in den Medien, die Google-News-Suche liefert bis heute, neben dem Link auf die Publikation selbst, gerade mal einen Zeitungsbericht.

    Weiterlesen auf Nachdenkseiten.de

  • Das falsche Hegel-Zitat, das Lauterbach im Bundestag verwendete

    Freiheit sei die Einsicht in die Notwendigkeit, soll Hegel gesagt haben. So behauptete es Karl Lauterbach in der Bundestagsdebatte zur Impfpflicht und meint damit wohl, den Philosophen für eine Rechtfertigung der Impfpflicht einspannen zu können. Das Problem: Hegel hat das nie gesagt, und auch nicht gemeint in einem Sinne, in dem der Satz heute so gern zitiert wird.

    Dass Hegel einer der wichtigsten Philosophen der Freiheit gewesen ist, ist heute unter Kennern unstrittig, allgemein aber unbekannt.

    Weiterlesen auf Welt.de