Jörg Phil Friedrich
Philosoph und Publizist

  • In den Tien Shan mit Hindernissen

    In den Tien Shan mit Hindernissen

    Vorheriger Tag: Ein Taxifahrer mit Brüdern

    Um 12:00 Uhr sollte der Fahrer mit den Permits am Hotel sein. Gegen 13:00 Uhr kam er und sagte, die Permits kämen in 10 min. Daraus wurden zwei Stunden. Wir unterhielten uns ein bisschen mit ihm, er hieß Tölön. In Kirgistan wollen alle wissen, wie viele Kinder und Enkel man hat, er hatte sechs Kinder und 10 Enkel und war 57 Jahre alt. Er hatte in der DDR als Soldat gedient, zeigte uns ein Bild von sich als 18jähriger Soldat. In Kirgistan haben alle die wichtigen Bilder ihres Lebens auf dem Smartphone. (mehr …)

  • Ein Taxifahrer mit Brüdern

    Ein Taxifahrer mit Brüdern

    Vorheriger Tag: Zwei Verspätungen und zwei Feuerzeuge

    Der Flug verlief reibungslos. Wie immer in solchen Fällen war nervig, dass auf dem gerade mal vierstündigen Nachtflug von Moskau nach Bishkek trotzdem Essen und Getränke serviert wurden, sodass man nur zwei Stunden schlafen konnte. Gegen 5:00 Uhr waren wir in Bishkek (Ortszeit, also 1:00 Uhr in Deutschland). Dort wandte ich mich an den Mann am Taxischalter, um ein Taxi nach Karokol zu bekommen (100 € für eine sechsstündige Fahrt). Der Taxifahrer unterhielt sich mit uns, indem er russisch in eine App seines Smartphones sprach (Google Translator o.ä.). Die Übersetzung wurde auf englisch angezeigt und vorgelesen, während er am russischen Text prüfte, ob die App ihn richtig verstanden hätte. (mehr …)

  • Zwei Verspätungen und zwei Feuerzeuge

    Vorbemerkung

    Mit diesem Eintrag beginnt das Tagebuch einer dreiwöchigen Reise nach Kirgistan, das ich dort geschrieben habe, um nichts zu vergessen. Ich habe es also eher aus privat-persönlichen Gründen geschrieben, es war nicht zur Veröffentlichung gedacht. Da es aber einige Menschen gibt, die Interesse an meinen Eindrücken geäußert haben, werde ich es hier im nachhinein als Blog einstellen. Wer Fragen hat, etwas nicht versteht oder etwas genauer wissen möchte, kann gern in den Kommentaren nachhaken.

    Los geht’s

    Unser Zug nach Hamburg sollte um 7:57 Uhr fahren. Da wir um 7:00 Uhr reisefertig waren, riefen wir aber schon das Taxi. Ich wollte Cornelia auf dem Bahnsteig mit dem Gepäck absetzen und schnell ins Büro laufen um noch die Bordkarten für den Flug Moskau-Bishkek auszudrucken. Auf dem Bahnhof lasen wir allerdings, dass unser Zug 50 min Verspätung haben würde, der Zug von 6:57 Uhr hatte aber 25 min Verspätung, sodass wir den noch schafften und doch ganz entspannt nach Hamburg kamen. Auf die ausgedruckten Bordkarten verzichteten wir. Diese Reise ging gut los.

    Beim Durchleuchten meines Rucksacks (da er als Sperrgepäck galt, waren wir dabei) bemerkte der Kontrolleur, dass da zwei Feuerzeuge drin waren. Die müssten ins Handgepäck. Also alles auspacken und die Feuerzeuge raus. Beim Durchleuchten des Handgepäcks meinte der Kontrolleur jedoch, dass Benzinfeuerzeuge nicht ins Handgepäck dürften. Zum Glück (aber absichtlich) war kein Benzin drin, also durfte es doch mit, nachdem der Kontrolleur es getestet hatte. (Später habe ich bemerkt, dass das Gasfeuerzeug leer war)

    Nächster Tag: Ein Taxifahrer mit Brüdern

  • Mansplaining – nur für Männer

    Mit einer Portion Humor habe ich mich an das Thema „Mansplaining“ gewagt. Ein paar Tipps zur Vermeidung des Mansplaining-Vorwurfs  – nur für Männer – habe ich hier zusammengestellt.

  • Nichts ist unsichtbar

    Der 20. Band der Philosophisch-Literarischen Reflexionen ist soeben erschienen. Ich freue mich, dass ich seit sieben Jahren sozusagen schon zu den Stammautoren gehöre. Der aktuelle Band widmet sich dem „Unsichtbaren“ und mein Beitrag hat den provokanten Titel „Nichts ist unsichtbar“. Diesen Titel kann man auf zweierlei Weise lesen: Einmal sagt er, dass es (nur) das Nichts ist, das unsichtbar ist und bleibt. Andererseits bedeutet er, dass „Sein“ und „sichten können“ das Selbe ist. Mein Text ist ganz in der Tradition von Heideggers Vorlesung „Nichts ist ohne Grund“ geschrieben.

  • Datenschutz im Softwareprojekt

    Datenschutz ist in aller Munde. Eine besondere Herausforderung besteht aber schon da, wo die Werkzeuge entstehen, mit denen die Daten verarbeitet werden. Im INDAL-Firmenblog habe ich darüber geschrieben, wie der Datenschutz im Softwareprojekt funktioniert.

  • Wann ist Sommer?

    Wann ist wirklich Sommer? Anfang Juni, wie die Meteorologen sagen? Oder zur Sommersondenwende? Oder, wenn es warm genug zum Baden ist? Eine philosophische Hin-und-Her-Wende hab ich für Hohe Luft geschrieben.

  • Die Funkloch-App ist eine gute Idee

    Auf dem INDAL-Firmenblog habe ich erklärt, warum der Vorschlag des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer gar nicht so schlecht ist, eine Funkloch-Melde-App zu entwickeln. Außerdem habe ich ein paar mögliche Features einer solchen App beschrieben, die dazu führen würden, dass das Ding einen echten Nutzen für jeden hat, der die App installiert. Ob für Smartphone oder Tablet, für Android oder iOS.

  • Hohe-Luft: Verständlichkeit

    Im zweiten Hohe-Luft-Online-Symposion ging es um Verständlichkeit der Philosophie. Thomas Vašek schrieb über die Dunkle Seite der Philosophie, während ich der Frage nachging, ob Philosophie wirklich ganz einfach verständlich sein kann. Zwei Wochen später folgten unsere jeweiligen Antworten.