Jörg Phil Friedrich
Philosoph und Publizist

  • Gedanken nach der Causa Wedel

    Was Frauen fühlen, die in Machtstrukturen Nötigung und Verletzung erfahren, kann man als Mann wirklich nicht beurteilen. Aber Ich habe versucht, trotzdem darüber zu schreiben.

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  • Hohe-Luft Online-Symposion: Regieren

    Was heißt „Regieren“? Und wie kann man „gut regieren“? Dazu haben sich Thomas Vašek  und ich bei unserem ersten Online-Symposion Gedanken gemacht. In meinem Beitrag habe ich versucht, einen Unterschied zwischen Regierung und Macht zu finden.

  • Reflexe #11: Die Kraft der Sprache

    Was ist Logik? Heute herrscht allgemein die Vorstellung, Logik sei die Lehre vom formal korrekten Sprechen und Schließen. In der Logik, so meint man, treffen sich die Philosophie und die Mathematik. In dieser Sicht hat die Logik von der Mathematik das formal Exakte, während sie von der Philosophie das grundsätzliche Fragen nach den Bedingungen der Möglichkeit des richtigen Urteilens und Schlussfolgern habe.

    In dieser Partnerschaft von Mathematik und Philosophie ist ein weit verzweigtes Wissenschaftsgebiet entstanden, in dem es nicht nur um die einfache Verknüpfung von schlichten Aussagen über Tatsachen geht, sondern auch um Urteile über Mögliches und Notwendiges, um Erlaubtes und Verbotenes oder um Erwünschtes und Unerwünschtes geht. Und trotzdem umfasst all das nur einen ganz kleinen Teil dessen, worum es in der Logik von ihrem Ursprung her geht und gehen kann.

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  • Reflexe #10: Gegenwart und Vergangenheit

    Inwiefern tragen wir heute lebenden Verantwortung für das, was unsere Vorfahren getan haben? Gibt es eine Verantwortung für die Vergangenheit, haben Menschen, die geboren wurden, als ein böses Geschehen längst vorbei war, irgendeine Verantwortung für das, was da passiert ist? Das ist eine Frage, die gerade in Deutschland die Gemüter bewegt. „Verantwortung für die Vergangenheit“ heißt auch der Beitrag von Susan Neiman zu dem Sammelband „Alles relativ?“, aus dem ich schon in meiner vorhergehenden Kolumne einen Beitrag besprochen habe. Dort habe ich gesagt, dass es interessant ist, diese beiden Beiträge einmal gedanklich zusammenzuführen. Aber der Reihe nach.

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  • Nur, weil wir hinschauen, sind wir keine Gaffer

    Der Gaffer ist auf den Autobahnen zum neuen Bösewicht geworden. Er verursacht Staus und behindert Rettungsarbeiten. Jeden Tag wird inzwischen über ihn berichtet, es scheint sich um eine Epidemie zu handeln, eine neue Volkskrankheit, vor der keiner geschützt ist. Vor allem auf den Gegenfahrbahnen wimmelt es nur so von Gaffern, wenn man den Verkehrsmeldungen Glauben schenken darf.

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  • Reflexe #9: Kinder-Pflichten, Eltern-Sorgen

    Philosophische Sammelbände, in denen mehrere Beträge verschiedener Autoren ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen, haben einen besonderen Reiz. Als Leser kann man etwas tun, was den Autoren verwehrt bleibt: Man kann die verschiedenen Sichtweisen miteinander verbinden, man kann aus der Sicht des einen den Beitrag des anderen reflektieren.

    Allerdings sind solche Beiträge oft an ein Fachpublikum gerichtet, sie zeigen einen Ausschnitt aus einer aktuellen akademischen Diskussion, und so ist dann auch die Sprache der Beiträge oft sehr formal, blutleer. Das macht das Lesen solcher Aufsätze besonders anstrengend.

    Eine angenehme Ausnahme bildet der schmale Band »Alles relativ«, der von Mathias Lindenau und Marcel Meier Kressing gerade herausgegeben wurde und der vier anspruchsvolle, aber kurzweilige und verständliche Beiträge über »Ethische Orientierungen zwischen Beliebigkeit und Verantwortung« enthält.

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  • Reflexe #8: Figuren auf der Schwelle

    Die politische Philosophie wird von „Figuren“ bevölkert. Da gibt es den Anderen und den Fremden, natürlich den Freund und den Feind. Diesen Figuren hat Dieter Thomä nun eine weitere hinzugefügt: Den Störenfried. Genauer gesagt: in seinem Buch „Puer Robustus“ hat er den Störenfried in der Philosophiegeschichte aufgespürt und über die Jahrhunderte begleitet, um eine Theorie des Störenfrieds zu entwickeln.

    Was hat es mit diesen Figuren auf sich? Es handelt sich sozusagen um idealtypische Modelle von Menschen, die auf dem politischen Feld miteinander umgehen, die handeln, Ziele verfolgen, gegeneinander oder miteinander agieren. Die Figur trennt die Geschichte und den Journalismus von der politischen Philosophie und Theorie. Figuren sollen politische Prozesse verständlich machen. Sie helfen, zu verstehen, wie das Politische überhaupt entsteht und wie es in der menschlichen Gesellschaft wirkt.

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  • Es geht um Macht

    Wer in der gegenwärtigen Welt Hilfe in der politischen Philosophie sucht, um Pegida und AfD, den Arabischen Frühling und die Occupy Bewegung oder den Wahlsieg Donald Trumps und den Brexit zu verstehen, dem seien die Bücher der Philosophin Chantal Mouffe dringend empfohlen. Ihr Werk ist politische Philosophie im besten Sinne des Wortes: es liefert prägnante Begriffe und grundsätzliche Thesen, mit denen sich die Nachrichten und Ereignisse aus der politischen Sphäre der Gesellschaft verständlich machen lassen. Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass Chantal Mouffe eine der wichtigsten Stimmen der gegenwärtigen politischen Philosophie überhaupt ist.

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  • Homöopathie und Wirkung

    Die Homöopathie ist der Lieblingsfeind der Aufklärer. Man muss aber kein Anhänger der Globuli sein, um zu sehen, dass die Argumente der Kritiker dürftig sind. Zwei Kolumnen zu einem Thema

    Homöopathie und Wirkung

    Homöopathie und Liebe