Wir Älteren sollten weniger zornig auf die Jugend sein

Corona bedeutet auch Generationenkonflikt. Doch verlangen die Älteren zu viel von den jungen Menschen, wenn sie von ihnen fordern, ihre Bedürfnisse in der Corona-Krise aufzuschieben? Ja, meint unser Autor.

Vielleicht ist es gewissermaßen eine Retourkutsche, mit der die Generation der Babyboomer jetzt den Jungen entgegenfährt. Vor einem Jahr noch sahen sich die 50- und 60-Jährigen den Vorwürfen ihrer Kinder und Enkel ausgesetzt: Sie hatten über Jahrzehnte keine Rücksicht auf Umwelt und Klima genommen, sie hatten Sexismus und Rassismus nicht bekämpft, sie hatten auf Kosten der Dritten Welt gelebt.

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Philosophie (in) der Krise

Die Philosophie hat ein Problem. Konfrontiert mit Klimawandel, Flüchtlingskrise oder Corona-Pandemie muss sie erst einmal nach einer Frage suchen, die sie beantworten könnte. Andere Fächer haben es da leichter: Virologie und Epidemiologie suchen nach Maßnahmen, die die Ausbreitung von Krankheitserregern stoppen könnten, Ökonomen erforschen die Folgen solcher Maßnahmen für die Wirtschaft – selbst Historiker wissen, was zu tun ist: Sie halten nach vergleichbaren Situationen in der Geschichte Ausschau, während Literaturwissenschaftler nach literarischen Aufarbeitungen von Pandemien fahnden. Nur die Philosophie scheint nicht so recht zu wissen, wonach sie überhaupt fragen könnte.

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Konferenzvideo „Making Scientific Discoveries“

Im vergangenen Jahr fand in Münster eine internationale Konferenz zum philosophischen Verständnis wissenschaftlicher Entdeckungen statt, organisiert von Jan G. Michel. Zu dieser Konferenz sprach ich über „die Entdeckung des Klimawandels“. Das Konferenzvideo beleuchtet die verschiedenen Aspekte wissenschaftlicher Entdeckungen. Das Buch zur Konferenz mit allen Beiträgen erscheint im nächsten Jahr.

Kant und die Rassen

In der Philosophie-Zeitschrift Hohe Luft 6/2020 ist ein Essay von mir erschienen, in dem ich dem Zusammenhang zwischen der Rassentheorie Immanuel Kants und seiner Erkenntnis- und Moralphilosophie nachgehe.

Der Preis des wissenschaftlichen Publizierens

Wissenschaftliche Arbeit wird zum großen Teil an Universitäten und Forschungsinstituten vom Staat und damit mit öffentlichen Geldern bezahlt. Aber um sie zu lesen und frei nutzen zu können, muss man teure wissenschaftliche Zeitschriften bezahlen. Zwar werden die meisten dieser Zeitschriften wiederum von Universitäten und Forschungsinstituten abonniert, aber auch diese müssen eben dafür bezahlen.
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EBook „Was kommt nach dem Klimawandel?“

Mein Text „Was kommt nach dem Klimawandel?“ ist jetzt als EBook bei Telepolis erschienen. Man kann es auf allen bekannten EBook-Plattformen kaufen und somit mit einem Kindle, einem Tolino, einem SmartPhone, einem iPhone und auch auf Tablets und iPads lesen.

Klappentext:

Es ist eine Illusion, weiterhin zu glauben, dass sich der vom Menschen verursachte Klimawandel noch aufhalten oder er wenigstens so weit abgemildern ließe, dass die Menschheit sich einigermaßen unbeschadet darin einrichten könnte. Nichts spricht heute dafür, dass die Klimaziele erreicht werden können, die uns vor einer Klimakatastrophe bewahren. Höchste Zeit also, sich der Zukunft des Überlebens der Menschen auf der Erde aus einer realistischen Perspektive zu widmen.

Dieses Buch stellt sich dem Problem des Überlebens im Klimachaos. Es geht davon aus, dass auch dramatische und rasante Veränderungen des Klimas nicht das Ende des menschlichen Lebens auf der Erde überhaupt bedeuten, wohl aber den Untergang der menschlichen Zivilisation und der „Menschheit“, wie wir sie heute kennen und zum Selbstverständnis unserer Spezies gemacht haben.

Der Mensch kann sich unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen einrichten, und auch die zukünftige Erde wird Bedingungen bieten, unter denen Menschen leben können. Allerdings wird die Phase des Klimachaos die meisten Infrastrukturen und sozialen Mechanismen zerstören, die das zivilisierte Leben in menschlichen Gesellschaften hervorgebracht hat und die dieses zugleich sichern. Es stellt sich die Frage, wie wir uns auf eine solche Zeit vorbereiten können, ohne die genauen Bedingungen heute schon vorhersagen zu können. Dazu gibt dieses Buch wichtige Impulse.