In Ata Bejit

Vorheriger Tag: Bishkek: Parks und Monumente

Wir wollten nach Ata Bejit, der kirgisischen Gedenkstätte für die Opfer einer stalinistischen „Säuberungsaktion“ 1937, bei der 138 kirgisische Intellektuelle ermordet und hier südlich von Bishkek verscharrt worden waren, unter ihnen auch der Vater von Tschingis Aitmatov. Wir wussten auch, dass dort das Grab des Schriftstellers selbst ist, da dieser den Wunsch gehabt hatte, in der Nähe seines Vaters beerdigt zu werden, den er mit neun Jahren verloren hatte. „In Ata Bejit“ weiterlesen

„Fenster und Fassaden“ im Tien Shan

Vorheriger Tag: In den Tien Shan mit Hindernissen

Nachdem wir Pancakes gebacken, Tee gekocht, gefrühstückt und unser Zelt abgebaut hatten, wollte ich noch schnell mit GPS unsere Position checken. Merkwürdigerweise passte die überhaupt nicht zu Eckili-Tasch. Trotzdem liefen wir zunächst in die von Tölön angegebene Richtung. Mir fiel ein, dass Azamat mich darauf hingewiesen hatte, dass Eckili-Tasch eine Militärstation sei und auch in der Karte, die zwar alt und im Maßstab 1:100.000 ist, waren Häuser zu sehen. Nach 45 min verglich ich die Landschaft mit der Karte und alles war klar. Tölön hatte uns nicht nach Eckili-Tasch gebracht, sondern schon in Ken-Suu abgesetzt, etwa 12 km vor Ecklili-Tasch. Wir studierten die Karte und entschieden, umzukehren und der Schotterpiste auf der anderen Seite des Flusses bis Ecklili-Tasch zu folgen. „„Fenster und Fassaden“ im Tien Shan“ weiterlesen

In den Tien Shan mit Hindernissen

Vorheriger Tag: Ein Taxifahrer mit Brüdern

Um 12:00 Uhr sollte der Fahrer mit den Permits am Hotel sein. Gegen 13:00 Uhr kam er und sagte, die Permits kämen in 10 min. Daraus wurden zwei Stunden. Wir unterhielten uns ein bisschen mit ihm, er hieß Tölön. In Kirgistan wollen alle wissen, wie viele Kinder und Enkel man hat, er hatte sechs Kinder und 10 Enkel und war 57 Jahre alt. Er hatte in der DDR als Soldat gedient, zeigte uns ein Bild von sich als 18jähriger Soldat. In Kirgistan haben alle die wichtigen Bilder ihres Lebens auf dem Smartphone. „In den Tien Shan mit Hindernissen“ weiterlesen

Ein Taxifahrer mit Brüdern

Vorheriger Tag: Zwei Verspätungen und zwei Feuerzeuge

Der Flug verlief reibungslos. Wie immer in solchen Fällen war nervig, dass auf dem gerade mal vierstündigen Nachtflug von Moskau nach Bishkek trotzdem Essen und Getränke serviert wurden, sodass man nur zwei Stunden schlafen konnte. Gegen 5:00 Uhr waren wir in Bishkek (Ortszeit, also 1:00 Uhr in Deutschland). Dort wandte ich mich an den Mann am Taxischalter, um ein Taxi nach Karokol zu bekommen (100 € für eine sechsstündige Fahrt). Der Taxifahrer unterhielt sich mit uns, indem er russisch in eine App seines Smartphones sprach (Google Translator o.ä.). Die Übersetzung wurde auf englisch angezeigt und vorgelesen, während er am russischen Text prüfte, ob die App ihn richtig verstanden hätte. „Ein Taxifahrer mit Brüdern“ weiterlesen