Jörg Phil Friedrich
Philosoph und Publizist

  • Besprechung im Deutschlandfunk

    In der Sendung „Andruck – Das Magazin für politische Literatur“ beim Deutschlandfunk hat Martin Tschechne mein Buch „Degenerierte Vernunft. Künstliche Intelligenz und die Natur des Denkens“ sehr informativ und freundlich besprochen. Der Beitrag kann in dem zur Sendung gehörenden Podcast nachgehört werden.

  • Unterschied zwischen KI und menschlicher Vernunft

    Es gibt eine schöne neue Zeitschrift, sie heißt Human, erscheint alle drei Monate, ist im Zeitschriftenhandel und online erhältlich und beschäftigt sich mit allen Aspekten der Künstlichen Intelligenz, wie sie funktioniert, wie man mit ihr arbeitet, welche Möglichkeiten sie eröffnet und welche Probleme sie bringen wird. Ich habe zu diesem ersten Heft einen Beitrag zur prinzipiellen Differenz von KI und menschlicher Vernunft geschrieben.

  • Immanuel Kant und die Repräsentative Demokratie

    In seinem späten Werk „Die Metaphysik der Sitten“ hat der Philosoph Immanuel Kant sich mit der Verfassung einer repräsentativen Demokratie beschäftigt. Der Philosoph Martin Welsch hat in seiner Dissertation „Anfangsgründe der Volkssouveränität“ gezeigt, dass Kant darin bereits Strukturprobleme aufzeigt, die uns heute beschäftigen. Darüber habe ich in der WELT (im Print am 27.09.2023) geschrieben.

  • Der alarmistische Kreislauf

    Die Figur des besorgten Wissenschaftlers, der eine Gefahr für die ganze Gesellschaft identifiziert, davor warnt, weitere Investitionen in Forschungen fordert und im Folgenden mit immer detaillierteren Aussagen zu immer größer werdenden Gefahren in der Öffentlichkeit auftritt, ist seit dem Waldsterben etabliert. Er begegnet uns bei Krankheiten, beim Klimawandel und nun bei der Künstlichen Intelligenz. Die Absichten sind lauter, aber auch ökonomische Interessen und der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Deutungsmacht dürfen nicht übersehen werden. Über den alarmistischen Kreislauf, der entsteht, habe ich bei den Nachdenkseiten geschrieben.

  • Besprechung zur „Degenerierten Vernunft“

    „Das Wort degeneriert taucht bei Friedrich nicht zufällig auf. Es ist dieses formalisierte – also verengte und damit deutlich degenerierte Denken, das auch die heutigen Algorithmen hervorgebracht hat. Und wir haben es nach wie vor mit Algorithmen – also formalisierten Rechenprozessen -– zu tun, wenn uns jemand versucht, seine KI anzudrehen. Leistungsfähig ist sie nur deshalb, weil dahinter ungeheure Rechenkapazitäten stecken und – was Friedrich geradezu genüsslich darlegt – eine unendliche Menge formalisierter Texte, die Menschen ganz freiwillig ins Internet gestellt haben.“ Ralf Julke hat eine schöne Besprechung meines Buchs „Degenerierte Vernunft. Künstliche Intelligenz und die Natur des Denkens“ geschrieben.

  • Wissenschaft und Medien

    In den Medien gilt, was in einer „wissenschaftlichen Studie“ steht, oft als unumstößlicher Wahrheitsbeweis. Dabei wird der Begriff der Studie immer weiter gefasst. Oft sind diese Studien nicht mehr als Umfragen, die alles andere als repräsentativ sind. Fachjournale und PR-Abteilungen von Forschungseinrichtungen begünstigen diesen Trend. Kritischer Journalismus ist in Bezug auf die Wissenschaft die große Ausnahme. Mit diesem Phänomen, seiner Entstehung und seinen Konsequenzen, habe ich mich auf Welt.de befasst.

  • Elterliche vs. Künstliche Intelligenz

    Oft ist es so, dass angeblich ganz neue Probleme gar nicht so neu sind. So auch das Problem, dass ein KI-System wie ChatGPT in Zukunft Hausaufsätze schreiben könnte und die Lehrerin nicht mehr erkennen kann, was das Kind selbst gemacht hat und was fremde Leistung ist. Schon vorher haben oft Vater und Mutter ihre Intelligenz dafür eingesetzt, dass das Kind eine gute Note bekommt. In Zukunft kann jeder bekommen, was zuvor den Eltern von „Bildungsbürgern“ vorbehalten war. Darum geht es in meinem Kommentar auf Cicero.de.

  • Bitterkeit und Ressentiments

    Ein Buch über „Menschen des Ressentiments“ soll es sein, und über die Frage, wie man Menschen vom Ressentiment heilen kann. In Frankreich war „Hier liegt Bitterkeit begraben“ von Cyntia Fleury ein Bestseller. In Deutschland ist nicht damit zu rechnen, dass es viele Leser findet. In einer Rezension im Freitag habe ich geschrieben, warum es eher Ressentiments gegenüber „Menschen mit Ressentiments“ bestärkt.

  • Zum AI-Act des Europäischen Parlaments

    Man könnte meinen, dass das Europäische Parlament mal richtig schnell war. Kaum ist die Aufregung über die angeblichen Gefahren, die von der Künstlichen Intelligenz ausgehen, so richtig hochgekocht, haben die Parlamentarier schon ein Gesetz verabschiedet. In meinem Kommentar auf Cicero.de schreibe ich, dass die Sache in die ganz falsche Richtung geht.