Arbeiten bei INDAL

INDAL – das ist vor allem ein Team von kreativen Leuten, die gemeinsam und zugleich eigenverantwortlich an individuellen Softwarelösungen für anspruchsvolle Auftraggeber arbeiten. Wenn Sie Teil dieses Team werden wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Studierende der Informatik oder der Wirtschaftsinformatik können während des Semesters bei uns flexibel und eigenständig an Projekten mitarbeiten.

Sie können bei uns eine Bachelorarbeit oder eine Masterarbeit in der Informatik oder der Wirtschaftsinformatik erstellen, die einen praktischen Bezug hat und zugleich eine interessante Forschungsfrage bearbeitet.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, wenn Sie ein Bachelor- oder Masterstudium abgeschlossen haben und auf der Suche nach einem anspruchsvollen Berufseinstieg in die professionelle Softwareentwicklung sind.

Wann der Fokus auf Kriegsberichterstattung gefährlich wird

Der Krieg in der Ukraine dominiert die öffentliche Diskussion, nicht nur die Schlagzeilen und die Portale der großen Medien, die Nachrichtensendungen und die Talkshows kennen derzeit fast kein anderes Thema, auch die regen Diskussionen auf Twitter und Facebook und unter Kollegen und Freunden werden von Fragen nach Ursachen, Verlauf, möglichem Ausgang und Konsequenzen des Krieges bestimmt. Bedenkt man die Komplexität der politischen, militärischen und ökonomischen Verflechtungen in Europa und der Welt, ist das auch wenig überraschend.

Und dennoch: im Schatten des Krieges geht die ganz normale Politik weiter, vergeht Zeit, die für die Lösung anderer Probleme genutzt werden müsste und die für die Aufarbeitung der Erfahrungen der letzten Jahre nötig wäre. Wir müssen darüber reden, wie die Gewaltenteilung funktioniert, denn zu oft hat in den letzten zwei Jahren die Regierung grundsätzliche Entscheidungen bis hin zur Einschränkung zentraler Grundrechte wie des Versammlungsrechts getroffen, ohne dass das Parlament ausreichend befragt worden wäre. Immer wieder hat das Bundesverfassungsgericht den Eindruck erweckt, eher nach juristischen Rechtfertigungen für Regierungshandeln zu suchen, als es tatsächlich darauf zu prüfen, ob es dem Geist des Grundgesetzes entspricht.

Weiterlesen auf welt.de

Rezension: Warten aufs Weltdrama

Wie liest man ein Buch, das einem schon auf dem Titel eine Provokation, wenn nicht gar einen Vorwurf entgegenschleudert? Wer schweigt, stimmt zu steht groß auf dem kleinen Einband. Am unteren Rand zwängt sich gerade noch so der Untertitel Über den Zustand unserer Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen. Da nun die meisten der womöglich zahlreichen Leser bisher zur schweigenden Mehrheit gehören dürften, muss man erwarten, dass sie das Buch mit gemischten Gefühlen des Ertappt-Werdens oder mit dem Impuls zur Selbstverteidigung zur Hand nehmen.

Weiterlesen auf Freitag.de

Rezension: Lauterbachs zwei große Fehler

Karl Lauterbach hat ein Buch zum Klimawandel geschrieben, „Bevor es zu spät ist“ erscheint am Montag bei Rowohlt. Warum und in welcher Rolle hat sich Karl Lauterbach in den vergangenen Monaten die Zeit für ein Buch zu den Ursachen, den Folgen und vor allem zu Möglichkeiten der Bekämpfung des Klimawandels genommen?

Ist Karl Lauterbach ein Experte in der Klimaforschung, ist er ein Umweltpolitiker? Beides eher nicht. Expertisen beansprucht er in medizinischen und epidemiologischen Fragen, nicht in der Klimatologie. Sein Feld ist die Gesundheitspolitik, seit einigen Monaten ist er Bundesgesundheitsminister. Warum es ihn dennoch drängt, nun auch zum Klimawandel Stellung zu nehmen, verrät er im Untertitel seines Buchs: „Was uns droht, wenn die Politik nicht mit der Wissenschaft Schritt hält“.

Weiterlesen auf Welt.de

Medizin, die Leiden verlängert

Es sind keine Außenseiter, keine Vertreter von wissenschaftlichen Randmeinungen, die vor einer Woche im Deutschen Ärzteblatt einen Artikel veröffentlicht haben, der eigentlich zu einem Aufschrei in der deutschen Öffentlichkeit hätte führen müssen. Der wohl bekannteste Autor ist Christian Karagiannidis, Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin. Wie er sind auch die anderen Autoren Klinikdirektoren in Universitätskrankenhäusern. Dennoch fand ihr Aufsatz mit dem Titel „ECMO-Einsatz bei COVID-19: Hohe Sterblichkeit in der Klinik“ kaum Aufmerksamkeit in den Medien, die Google-News-Suche liefert bis heute, neben dem Link auf die Publikation selbst, gerade mal einen Zeitungsbericht.

Weiterlesen auf Nachdenkseiten.de

Das falsche Hegel-Zitat, das Lauterbach im Bundestag verwendete

Freiheit sei die Einsicht in die Notwendigkeit, soll Hegel gesagt haben. So behauptete es Karl Lauterbach in der Bundestagsdebatte zur Impfpflicht und meint damit wohl, den Philosophen für eine Rechtfertigung der Impfpflicht einspannen zu können. Das Problem: Hegel hat das nie gesagt, und auch nicht gemeint in einem Sinne, in dem der Satz heute so gern zitiert wird.

Dass Hegel einer der wichtigsten Philosophen der Freiheit gewesen ist, ist heute unter Kennern unstrittig, allgemein aber unbekannt.

Weiterlesen auf Welt.de

Auch Mitgefühl ist vernünftig

Die menschliche Vernunft zeichnet aus, dass sie sowohl die Freiheit als auch das Mitgefühl kennt. Ein Mensch weiß, dass er sich frei Ziele setzen kann, dass er nach Mitteln suchen kann, diese Ziele zu erreichen, und dass er diese Mittel praktisch nutzen kann, um ans Ziel zu kommen.

Das Ziel selbst muss dabei keineswegs vernünftig sein in dem Sinne, dass es selbst wieder Mittel zu einem Zweck ist. Man kennt das befriedigende Gefühl, ein selbst gesetztes Ziel erreicht zu haben, genauso wie die Unzufriedenheit, wenn das Ziel verbaut und unerreichbar ist – das ist die Unfreiheit.

Weiterlesen oder hören auf Deutschlandfunk Kultur

Das Regime des nackten Überlebens

Anfang November veröffentlichte die katholische „Tagespost“ ein Thesenpapier von fünf Medizinern, vier von ihnen anerkannte Hochschullehrer und Institutsdirektoren an Universitätskliniken, das den Titel „Weltweite Gesundheit ist eine Utopie“ trägt. Das Dokument wird mit einem Satz von Hannah Arendt eingeleitet, welcher, wenn man ihn als Kommentar zur Corona-Pandemie und zur Pandemie-Politik liest, die Sorgen der Autoren auf den Punkt bringt:

„Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist.“

Nun ist Hannah Arendts Satz aber kein Kommentar zu einer Pandemie oder überhaupt zu einer Politik der Gesunderhaltung und Lebensbewahrung. Der Satz stammt aus einer Kolumne von 1942.

Weiterlesen auf nachdenkseiten.de

Karlsruhes Werk und Drostens Beitrag

Das Bundesverfassungsgericht kann nicht abschließend feststellen, was richtig ist. In seinen Beschlüssen kann das Gericht nicht darüber entscheiden, ob eine staatliche Institution richtig oder falsch gehandelt hat – das ist auch nicht die Aufgabe des Gerichts. Es hat zu entscheiden, ob alles – im buchstäblichen Sinne – mit rechten Dingen zugegangen ist.

Das Gericht prüft, ob Maßnahmen und Entscheidungen der Verfassungsorgane den Ansprüchen des Grundgesetzes genügen. Es wägt Grundrechte gegeneinander ab und prüft die Verhältnismäßigkeit von Grundrechtseingriffen. Karlsruhe entscheidet also nicht, ob diese oder jene Meinung richtig ist, sondern ob der Gesetzgeber zum Zeitpunkt der Gesetzgebung verfassungsrechtlich vertretbar zu seinem Ergebnis kommen durfte.

Weiterlesen auf welt.de

Corona, die Jugend – und die fehlenden Nullen

Gemeinsam mit Marit Schnackenberg habe ich mich mit der Frage beschäftigt, warum altersspezifische Hospitalisierungszahlen zu Covid 19 auf Bundeslandebene veröffentlicht werden sollten und warum das nicht ausreichend geschieht. Hier auf welt.de zum Nachlesen.

Eine tagaktuelle Aufbereitung dieser Zahlen hat Marit Schnackenberg auf der Seite zahlen.nadann.de bereitgestellt. Die Daten werden täglich aktualisiert.