Kategorie: Philosophie

  • Täuschungen über Freiheit

    Niemand will auf den Begriff der Freiheit verzichten. Alle, die politische Ziele verfolgen, tun dies im Namen der echten, wahren und langfristigen Freiheit. Selbst in der DDR wurde das Wort groß im Munde geführt, immerhin ging es um die Befreiung der Arbeiterklasse. Warum das Wort so wichtig ist, darüber habe ich im Freitag geschrieben.

  • Ist KI gefährlich?

    Über die alarmistischen Äußerungen zur Gefährlichkeit der Künstlichen Intelligenz habe ich im WDR 5 Politikum gestern mit Andrea Oster gesprochen. Was ist von den angeblichen Gefahren zu halten, die angeblich durch eine Superintelligenz entstehen können? Wie gefährlich kann eine KI auch ohne Bewusstsein werden? Mich interessiert dabei vor allem, warum solche Geschichten in die Welt gesetzt werden und wer davon profitiert. Das Gespräch kann im Sendungspodcast ab Minute 3:38 angehört werden.

  • Immanuel Kant und die Repräsentative Demokratie

    In seinem späten Werk „Die Metaphysik der Sitten“ hat der Philosoph Immanuel Kant sich mit der Verfassung einer repräsentativen Demokratie beschäftigt. Der Philosoph Martin Welsch hat in seiner Dissertation „Anfangsgründe der Volkssouveränität“ gezeigt, dass Kant darin bereits Strukturprobleme aufzeigt, die uns heute beschäftigen. Darüber habe ich in der WELT (im Print am 27.09.2023) geschrieben.

  • Sind Bären strafmündig?

    Die Bärin Gaia, die einen Jogger getötet hat, soll nicht nur gefangen werden, viele fordern ihre Tötung. Und der ganze Bärenbestand in Europa soll gleich mit dezimiert werden. Aber mit welchem Recht? Menschen setzen sich vielen Risiken aus, und es gibt viele Möglichkeiten, diese Risiken überschaubar zu halten. Die Tötung von Tieren sollte in diesem Zusammenhang Tabu sein. Darüber habe ich auch welt.de geschrieben.

  • Hayek und der Postoptimismus

    Im Jahr 1974 hat F.A. von Hayek in seiner Nobelpreis-Dankesrede die „Anmaßung von Wissen“ in seiner Wissenschaft, der Ökonomie, beklagt. Damit hat er früh das angekündigt, was ich als größeres Problem der Wissenschaften in der postoptimistischen Gesellschaft dargestellt habe und was sich heute, in der Pandemie und im Klimawandel, auch für die von Hayek noch bewunderten Naturwissenschaften zeigt. Darüber habe ich bei Telepolis geschrieben.

  • Freund und Feind in Politik und Öffentlichkeit

    Der Staatstheoretiker Carl Schmitt hat die Unterscheidung zwischen Freund und Feind als den Kern der Politik, als das Wesen des Begriffs des Politischen ausgemacht. Für die Politik im engeren Sinne, die Leute, die politisch handeln und entscheiden müssen, mag das auch richtig sein. Nur durch klare Lagerbildung und Frontenziehung scheint Politik praktisch möglich zu sein. Aber für die politische Öffentlichkeit ist Freund-Feind-Denken fatal. Darüber habe ich auf welt.de geschrieben.

  • „Ich kenne mich aus“ als philosophisches Problem

    „Ich kenne mich aus“ als philosophisches Problem

    Es gibt in der Philosophie einen Hang zum Außergewöhnlichen. Diesen Hang findet man schon in Platons Höhlengleichnis: uns interessiert der Außergewöhnliche, der, der sich aus den Ketten befreit und sich ans Licht kämpft, nicht seine Kameraden, die in der Höhle bleiben und über die Schattenspiele nachdenken. Der Trend setzt sich bis in die moderne Philosophie fort. Wittgenstein meinte, ein philosophisches Problem habe die Form „Ich kenne mich nicht aus“ – aber warum? Warum ist nicht eher der Satz „Ich kenne mich aus“ ein philosophisches Problem?
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  • Hohe-Luft Online-Symposion: Regieren

    Was heißt „Regieren“? Und wie kann man „gut regieren“? Dazu haben sich Thomas Vašek  und ich bei unserem ersten Online-Symposion Gedanken gemacht. In meinem Beitrag habe ich versucht, einen Unterschied zwischen Regierung und Macht zu finden.

  • Reflexe #9: Kinder-Pflichten, Eltern-Sorgen

    Philosophische Sammelbände, in denen mehrere Beträge verschiedener Autoren ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen, haben einen besonderen Reiz. Als Leser kann man etwas tun, was den Autoren verwehrt bleibt: Man kann die verschiedenen Sichtweisen miteinander verbinden, man kann aus der Sicht des einen den Beitrag des anderen reflektieren.

    Allerdings sind solche Beiträge oft an ein Fachpublikum gerichtet, sie zeigen einen Ausschnitt aus einer aktuellen akademischen Diskussion, und so ist dann auch die Sprache der Beiträge oft sehr formal, blutleer. Das macht das Lesen solcher Aufsätze besonders anstrengend.

    Eine angenehme Ausnahme bildet der schmale Band »Alles relativ«, der von Mathias Lindenau und Marcel Meier Kressing gerade herausgegeben wurde und der vier anspruchsvolle, aber kurzweilige und verständliche Beiträge über »Ethische Orientierungen zwischen Beliebigkeit und Verantwortung« enthält.

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