Im Vakuum zwischen Wissenschaft und Politik


Gleich in der Überschrift der Keynote des Historikers Caspar Hirschi tauchte das Wort „Bermudadreieck“ als Beschreibung für das Feld zwischen Wissenschaften, Politik und Medien in der Coronapandemie auf. Bekanntlich ist das Bermudadreieck eine Meeresregion, in der angeblich immer wieder Schiffe und Flugzeuge auf mysteriöse Weise verschwinden.

Auf der Konferenz „Follow The Science – aber wohin?“, die die Rudolf-Augstein-Stiftung am Montag in Berlin veranstaltete, wurde allerdings nicht so recht klar, was denn im Corona-Bermudadreieck abhandengekommen sei. Überhaupt wurde, auch wenn viel Interessantes gesagt wurde, nur weniges richtig klar. Womöglich ist es das: Verschwunden ist die Klarheit, das gegenseitige Verstehen, das konstruktive Gespräch. Wie im Bermudadreieck nur die Leere bleibt, so bleibt in der aktuellen Coronadebatte zwischen Wissenschaft, Politik und Journalismus vor allem eine große Sprachlosigkeit. Diese Sprachlosigkeit herauszuarbeiten, das ist der Konferenz gelungen – und das ist vielleicht auch schon ein Erfolg.

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