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	<title>Reittour &#8211; Jörg Phil Friedrich</title>
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	<description>Philosoph und Publizist</description>
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	<title>Reittour &#8211; Jörg Phil Friedrich</title>
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		<title>Zwei Ausreißer und ein Irrer</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/23/zwei-ausreisser-und-ein-irrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 14:15:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bishkek]]></category>
		<category><![CDATA[Kotschkor]]></category>
		<category><![CDATA[Kysart]]></category>
		<category><![CDATA[Kysart-Pass]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Reittour]]></category>
		<category><![CDATA[Song-Köl]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Ein Tag am See Am letzten Tag der Reittour sollte eigentlich alles ideal und zügig klappen, denn wir sollten von unserem Zielort Kyzart noch nach Kotschkor und von dort zurück nach Bishkek gebracht werden. Dort wollten wir im CBT-Büro unsere Ausrüstung vom Trekking abholen und dann noch ins Hotel. Beim Frühstück vermissten wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/22/ein-tag-am-see/">Vorheriger Tag: Ein Tag am See</a></p>
<p>Am letzten Tag der Reittour sollte eigentlich alles ideal und zügig klappen, denn wir sollten von unserem Zielort Kyzart noch nach Kotschkor und von dort zurück nach Bishkek gebracht werden. Dort wollten wir im CBT-Büro unsere Ausrüstung vom Trekking abholen und dann noch ins Hotel.<span id="more-3827"></span></p>
<p>Beim Frühstück vermissten wir Ruslan und Nursultan, und auch nach dem Frühstück waren sie nirgends zu sehen. Unsere Guides hatten an allen Tagen eigentlich eher weniger als das nötigste mit uns besprochen, nachdem wir unsere Tagesziele erreicht hatten, saßen sie zumeist mit den anderen Guides zusammen, die gerade in der Nähe waren und auch tagsüber gab es wenig Informationen. Das war auch unproblematisch, aber an diesem Morgen waren wir doch verunsichert, zumal auch unsere Pferde nicht zu sehen waren. Das Gepäck der beiden war allerdings noch da.</p>
<p>Ich fragte einen anderen Guide, wo die beiden seien und er antwortete, dass zwei unserer Pferde über Nacht verschwunden wären und die beiden nun nach ihnen suchten. Irgendwann tauchten sie auch auf, ohne die Ausreißer und mit sorgenvollem Blick. Sie ritten wieder davon, und nach einer Stunde etwa kam Ruslan endlich erfolgreich zurück.</p>
<p>In diesem Moment sah ich zum ersten Mal unsere Pferde aus der Nähe ohne Sattel und erschrak. Auf dem Rücken hatten sie an mehreren Stellen kein Fell mehr, statt dessen eine verschorfte Hornhaut. Ruslan meinte nur, das sei kein Problem und legte die Sattel auf.</p>
<p>Wir ritten los und erst jetzt wurde uns völlig klar, wie viele Touristen hier eigentlich unterwegs waren. Die meisten machten wohl in großen Gruppen Drei-Tages-Touren vom Kysart-Pass zum Song-Köl und dann ins Dorf Kysart, das auch unser Ziel war. Während sich die Gruppen aber am See noch auf verschiedene Jurten-Lager verteilten, staute sich nun am Pass alles, und die großen Gruppen, die sich im Verlauf des Morgens auf den Weg gemacht hatten, kamen kaum voran. Wir nutzten jede Chance, um unsere Pferde an ihnen vorbei zu treiben und erreichten Kysart nach knapp drei statt der vorgesehenen vier bis fünf Stunden. Dort verabschiedeten wir uns von den Pferden, Ruslan und Nursultan und setzten uns in das bereitstehende Auto nach Kotschkor.</p>
<h3>Ein Wiedersehen</h3>
<p>Nach anderthalb Stunden kamen wir am dortigen CBT-Hotel an. Dort wusste niemand, dass wir ein Taxi nach Bishkek gebucht und auch schon bezahlt hätten, aber die dortige Mitarbeiterin versicherte, dass in 10 min ein Auto für uns bereitstehen würde. Sie fragte mich, wie unsere Tour gewesen sein und ob ich mich an sie erinnern könnte. Bei unserer zweiten Übernachtung hatte sie uns gesehen, sie hätte andere Touristen dorthin gebracht (<a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/17/zwei-franzosen-und-zwei-schwestern/">wahrscheinlich das französische Pärchen</a>, das wir über mehrere Tage immer wieder getroffen und am Song Köl aus den Augen verloren hatten), sie hatte mich beim Malen beobachtet.</p>
<h3>Der Alptraum beginnt</h3>
<p>Tatsächlich kam nach 10 min ein Auto, das unser Taxi sein sollte: die Frontscheibe hatte einen Riss über die ganze Breite, eine der hinteren Scheiben war mit Folie verklebt. Der Fahrer war ein voluminöser aggressiver Mann, der von uns gleich Geld fürs Tanken haben wollte. Ich erklärte ihm, dass wir für die Fahrt bereits bezahlt hätten. Dass er aggressiv war, konnte man einerseits an seinem Fahrstil beobachten, andererseits an der Art, wie er ständig ins Telefon brüllte. Der Mann hätte gar keinen Führerschein haben dürfen, schon gar nicht die Berechtigung, Menschen durchs Land zu fahren. Er war ein Irrer. Es war ein Alptraum.</p>
<p>In Bishkek fragte er sich irgendwie durch und blieb dann vor einem Einkaufszentrum stehen. Da sei das Einkaufszentrum. Wir begriffen, dass man ihm gesagt hatte, dass das CBT-Büro in der Nähe dieses Einkaufszentrums wäre. Er telefonierte, während wir in E-Mails nach der genauen Adresse suchten. „Gorkistraße 58“. Er hatte inzwischen auch eine Information bekommen, wahrscheinlich „an der Ecke Matrosenstraße“ denn er bog in die nächste Querstraße ein, gerade als ich erkannt hatte, dass wir in der Gorkistraße waren und die Nummer 58 entdeckt hatte.</p>
<p>Wir versuchten, ihm begreiflich zu machen, dass er umkehren und zur Gorkistraße zurückkehren sollte, irgendwann gelang das. Kurz vor der Kreuzung schrie ich „Stop“, er blieb stehen, ich sprang aus dem Auto, rannte zur Nummer 58, fand da das Büro, riss die Tür auf (es war inzwischen fast 18 Uhr, das Büro sollte nur bis 17 Uhr aufhaben), die Tür öffnete sich, drinnen sah ich sofort unsere kleinen Rucksäcke, eine junge Frau, die wohl auf uns gewartet hatte, wollte noch wissen, wie die Tour war, ich sagte schnell ein paar dankbare freundliche Worte und verschwand, warf die Rucksäcke ins Auto und sagte dem Fahrer, dass er zum Hotel fahren sollte.</p>
<p>Der hatte gar nicht begriffen, was passiert war und konnte nicht glauben, dass wir mit dem Büro nun schon fertig waren. Irgendwann fand er auch das Hotel, wir schleppten unsere Rucksäcke hinein, checkten ein und fanden, dass doch alles ganz gut geklappt hatte&#8230;</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/24/bishkek-parks-und-monumente/">Nächster Tag: Bishkek &#8211; Parks und Monumente</a></p>
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		<title>Ein Tag am See</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/22/ein-tag-am-see/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 14:06:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Reittour]]></category>
		<category><![CDATA[Song-Köl]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Urteile, Vorurteile und Verstörungen Wir ritten um 9:00 Uhr los, immer am Ufer des Song-Köl entlang. Für den Weg zum nächsten Ziel waren drei Stunden eingeplant, aber da wir die Tiere auf dem Uferweg zügig traben ließen, erreichten wir es schon gegen 11:00 Uhr. Wir setzten uns ans Ufer und warteten aufs Mittag, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/21/urteile-vorurteile-und-verstoerungen/">Vorheriger Tag: Urteile, Vorurteile und Verstörungen</a></p>
<p>Wir ritten um 9:00 Uhr los, immer am Ufer des Song-Köl entlang. Für den Weg zum nächsten Ziel waren drei Stunden eingeplant, aber da wir die Tiere auf dem Uferweg zügig traben ließen, erreichten wir es schon gegen 11:00 Uhr. Wir setzten uns ans Ufer und warteten aufs Mittag, das es auch hier zwar in einer Jurte, aber an einem hohen Tisch, an dem man ganz europäisch auf Bänken sitzen musste, gab. Ich fragte Ruslan, ob wir nach dem Mittag noch einen Ritt entlang des Ufers machen könnten, er sagte sofort Ja und gab mir sein Pferd, das viel Spaß am richtigen Laufen hatte. Es war ein Vergnügen, wir ritten die Uferwege der Steilküste hinauf und hinab, ließen die Tiere so viel frisches Gras und Kräuter fressen, wie sie mochten, und kehrten nach anderthalb Stunden glücklich zur Jurte zurück.<span id="more-3822"></span></p>
<p>Am späten Nachmittag kletterten wir noch auf einen kleinen Berg, der sich direkt an der Küste 200 hm über den Song-Kol erhob. Von dort aus konnten wir den ganzen See und seine Umgebung überblicken, mit der flachen Ebene im Westen, den Bergen im Süden und den Hügeln im Osten und Norden. Das Wasser schimmerte blau und grün und spielte im Wind mit Farben und Schattierungen.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3825 size-medium" src="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472-146x300.jpg" alt="" width="146" height="300" srcset="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472-146x300.jpg 146w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472-73x150.jpg 73w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472-768x1580.jpg 768w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472-498x1024.jpg 498w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180822_132804-e1535465588472.jpg 1960w" sizes="(max-width: 146px) 100vw, 146px" /></a></p>
<p>Wir stiegen zum See hinunter und suchten uns eine kleine stille Bucht in der nur das helle Plätschern der kleinen Wellen an die Kieselsteine des Ufers zu hören war.</p>
<p>Das Wasser war so klar, dass das Sonnenlicht zusammen mit den Wellen Netze von silbernen Linien auf die Steine am Grund des Sees zeichnen konnte. Wir saßen lange und beobachteten das Spiel von Licht und Wasser, sahen den Möwen hinterher und warfen kleine Kiesel ins Wasser. Erst als die Sonne hinter den Bergen verschwand vertrieb uns ein kalter Wind aus der Bucht.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/23/zwei-ausreisser-und-ein-irrer/">Nächster Tag:  Zwei Ausreißer und ein Irrer</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Überall Franzosen</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/20/ueberall-franzosen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2018 13:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Franzosen]]></category>
		<category><![CDATA[Jurte]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgisien]]></category>
		<category><![CDATA[Reittour]]></category>
		<category><![CDATA[Song-Köl]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Im Rauschen Die Frau, die diese Jurten betrieb, war etwa in unserem Alter. Beim Frühstück fragte sie uns, ob wir Kinder hätten, dann erzählte sie stolz, dass sie drei Kinder habe, zwei Söhne und eine Tochter. Der älteste Sohn (22) und die Tochter (21) würden studieren, der jüngere Sohn (15) sei im Sommer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/19/im-rauschen/">Vorheriger Tag: Im Rauschen</a></p>
<p>Die Frau, die diese Jurten betrieb, war etwa in unserem Alter. Beim Frühstück fragte sie uns, ob wir Kinder hätten, dann erzählte sie stolz, dass sie drei Kinder habe, zwei Söhne und eine Tochter. Der älteste Sohn (22) und die Tochter (21) würden studieren, der jüngere Sohn (15) sei im Sommer als Guide unterwegs.</p>
<p>Uns trennten nun noch zwei Tagesritte vom Song-Köl. Am Morgen überquerten wir die Straße um bei leuchtend blauem Himmel einen weiteren Pass hinauf und wieder hinunter zu reiten.<span id="more-3816"></span></p>
<p>Die Gegend wurde touristischer, was wir vor allem daran merkten, dass wir immer wieder westeuropäischen Gruppen von Wanderern und Reitern begegneten, meist zu zweit mit einem einheimischen Führer. Die meisten waren Franzosen, was diese sich selbst nicht erklären konnten, wie das <a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/17/zwei-franzosen-und-zwei-schwestern/">Paar aus dem Wilden Westen</a>, dem wir täglich begegneten, und die Gruppe von Mascha, die mit ihren Zelten immer in der Nähe übernachteten und oft mit uns zu Abend aßen. Sie liefen am Tag ungefähr die Strecke, die wir ritten, ihr Gepäck wurde dabei von einem Kleinbus transportiert und für den Tagesbedarf hatten sie ein Zelt dabei, das von dem Mann geführt wurde, an dessen Hof wir am zweiten Abend übernachtet hatten. Alle Franzosen erklärten uns, dass niemand, den sie kannten, auf die Idee kommen würde, nach Kirgistan zu fliegen, und jeder hatte einen ganz eigenen, individuellen Grund, hier zu sein. Trotzdem waren französische Wanderer und Reiter hier eindeutig in der Mehrheit. Es war allen ein Rätsel, und es blieb so bis zum letzten Tag.</p>
<p>Mittags bekamen wir ein Essen in einer Jurte, die offenbar nur zu diesem Zweck betrieben wurde. Wohl mehr als ein Dutzend Wanderer und Reiter wurden dort mit uns gemeinsam bewirtet. Und auch unser Nachtquartier glich eher einem Feriendorf aus Jurten, auch wenn auch diese offenbar von einer Familie, die hier lebte und auch eine kleine Viehzucht betrieb, bewirtschaftet wurde.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/21/urteile-vorurteile-und-verstoerungen/">Nächster Tag: Urteile, Vorurteile und Verstörungen</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lieder am Morgen und ein Junge auf dem Esel</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/18/lieder-am-morgen-und-ein-junge-auf-dem-esel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Aug 2018 13:33:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Esel]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Reittour]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Zwei Franzosen und zwei Schwestern In der Nacht weckte uns ein heftiger Regenschauer und gegen 6:00 Uhr begann der Regen wieder, auf das Zelt zu trommeln. Zum Frühstück kauerten wir uns mit einer französischen Wandergruppe, die von Mascha geführt wurde, einer Russin, die in Bishkek lebte, zusammen in das Wohnzelt unserer Gastgeber und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/17/zwei-franzosen-und-zwei-schwestern/">Vorheriger Tag: Zwei Franzosen und zwei Schwestern</a></p>
<p>In der Nacht weckte uns ein heftiger Regenschauer und gegen 6:00 Uhr begann der Regen wieder, auf das Zelt zu trommeln. Zum Frühstück kauerten wir uns mit einer französischen Wandergruppe, die von Mascha geführt wurde, einer Russin, die in Bishkek lebte, zusammen in das Wohnzelt unserer Gastgeber und warteten auf das Ende des Regens. Es stellte sich heraus, dass Reta, die Hausherrin, heute Geburtstag hatte, die Franzosen sangen Happy Birthday auf Französisch, und baten uns, es auf Deutsch zu singen, wir sangen „Zum Geburtstag“.<span id="more-3805"></span></p>
<h3>Пусть всегда будет солнце!</h3>
<p>Dann kam die Sonne und ich zitierte auf Russisch die erste Zeile <a href="https://lieder-aus-der-ddr.de/immer-lebe-die-sonne-%D0%BF%D1%83%D1%81%D1%82%D1%8C-%D0%B2%D1%81%D0%B5%D0%B3%D0%B4%D0%B0-%D0%B1%D1%83%D0%B4%D0%B5%D1%82-%D1%81%D0%BE%D0%BB%D0%BD%D1%86%D0%B5/">eines Kinderliedes</a>, Mascha ergänzte die restlichen Zeilen des Refrains, dann sang Reta die erste Strophe des Liedes auf russisch und zusammen sangen wir den Refrain. Die Franzosen staunten, wie wir über so viele Kulturen das gleiche Lied kennen konnten, ich erwiderte, dass wir ja auch alle z.B. <a href="http://www.edsheeran.com/drop4drop?ref=Typed/Bookmarked">Ed Sheeran</a> kennen würden.</p>
<h3>Ein drittes Bild</h3>
<p>Die Franzosen und Mascha wanderten los, wir warteten, dass Ruslan und Nursultan die Pferde vorbereiteten. Nurajim zeigte auf ihren Bruder und verriet, dass auch er gern ein Bild von mir hätte. Reta lobte die Bilder, die ich gestern den Mädchen geschenkt hatte. Gülsada brachte einen Bleistift und ein Schreibheft. Die ganze Familie sah zu, wie ich den Blick aus der Tür zeichnete: die eingepferchten Schafe, die Berge, die Stapel aus getrocknetem Schafsdung. Dann das Innere des Zeltes: Eimer, Schaufel, Regale und Schuhe. Gülsada setzte sich an das niedrige Tischchen, um mit dem Bleistift ins Heft zu malen. Wir verabschiedeten uns mit Poka! was im Kirgisischen und im Russischen Tschüß! heißt.</p>
<p>Kurz vorm Pass setzte der Regen wieder ein, ein eiskalter Wind ließ die Fingerspitzen fast erfrieren. Zum Glück hatten wir schon im Tal alle Jacken angezogen, die übereinander passten. Wir trieben die Pferde über den Pass und die andere Seite hinunter. Im Tal riss der Himmel schnell auf, wir erreichten schon gegen 14:00 Uhr unser heutiges Ziel, ein kleines Häuschen oberhalb eines Flusstals, auf dessen gegenüberliegender Seite sich ein Bergfluss in die Tiefe schlängelte.</p>
<h3><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-3807" style="font-size: 1rem;" src="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180818_110639-1024x498.jpg" alt="" width="525" height="255" srcset="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180818_110639-1024x498.jpg 1024w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180818_110639-150x73.jpg 150w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180818_110639-300x146.jpg 300w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180818_110639-768x373.jpg 768w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></h3>
<h3>Der Knabe auf dem Esel</h3>
<p>Nachmittags gab es noch einen kurzen Schauer, dann riss der Himmel erneut auf und die tiefstehende Sonne schien genau das Tal entlang. Wir standen lange und sahen dem Flusslauf hinterher, der in großen Bögen dem Tal folgte. Breite Wiesen auf denen Pferde grasten, direkt am Ufer zunächst Stauden und Sträucher, weiter entfernt Gehölze in Gruppen, die zu groß waren, um Büsche genannt zu werden, aber zu klein, um Bäume zu sein. Und doch bildeten sie entlang des Ufers einen erst lockeren, dann undurchdringlichen Wald.</p>
<p>Hinter uns tauchte der fünfjährige Asired mit seinem Esel auf. Er war uns schon bei dem Häuschen begegnet und war der Sohn der Frau, die dort für uns <span style="font-size: 1rem;">kochte, die Hütte wurde scheinbar von einem einzelnen Mann bewohnt, der nicht für Gäste kochen konnte. Asired versuchte, auf seinen Esel zu steigen, es gelang erst nach mehreren waghalsigen Versuchen, dann versuchte er, den Esel anzutreiben, indem er ihm die Hacken in die Seiten schlug. Allerdings waren seine Beine zu kurz, um den Bauch des Tiers zu erreichen, er stieß nur gegen den Sattel. Das Tier ging ein paar Schritte und blieb dann wieder stehen. Wir fragten uns, wie die beiden überhaupt bis hier her gekommen waren.</span></p>
<p>Asired stieg wieder ab, zog an dem Esel und wollte wieder aufsteigen. Allerdings verrutschte dabei der Sattel, sodass es wieder und wieder misslang. Ich ging zu den beiden hinüber und fragte den Jungen, ob ich helfen solle. Da er natürlich noch kein Russisch verstand, machte ich eine passende Geste. Er nickte und ich hob ihn auf den Eselrücken. Wieder versuchte Asired, den Esel in Bewegung zu bringen. Ich gab dem Tier einen Klaps auf den Hintern und es trabte los.</p>
<p>Wir gingen weiter zu dem Wald am Flussufer. Als wir zurück kamen, kam uns Asired schon entgegen, den Esel hinter sich her zerrend. Der Strick, der als Zügel dienen sollte, hatte sich auf der einen Seite gelöst. Ich machte einen Knoten, setzte Asired wieder in den Sattel und wir kehrten gemeinsam zur Hütte zurück.</p>
<p>Nach dem Abendessen ritten Asired und seine Mutter davon. Der Junge, der die ganze Zeit kein Wort mit uns gesprochen hatte, winkte uns so aufgeregt zum Abschied zu, dass er fast von seinem Esel gefallen wäre.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/19/im-rauschen/">Nächster Tag: Im Rauschen</a></p>
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