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	<title>Issyk-Kul &#8211; Jörg Phil Friedrich</title>
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	<description>Philosoph und Publizist</description>
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	<title>Issyk-Kul &#8211; Jörg Phil Friedrich</title>
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		<title>Verdächtig unproblematisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2018 16:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Burana]]></category>
		<category><![CDATA[Issyk-Kul]]></category>
		<category><![CDATA[Tokmok]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Handtücher und Obstplantagen Alles klappte so reibungslos, dass wir misstrauisch wurden. Am Vormittag lagen wir noch am Strand und badeten. Wir hatten mit dem Hotelchef ein Taxi für 13:00 Uhr vereinbart, das uns für 2.500 SOM nach Tokmok bringen sollte. Das Taxi kam pünktlich, im Auto saßen zwei Männer, die aussahen wie Mafiosi, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/13/handtuecher-und-obstplantagen/">Vorheriger Tag: Handtücher und Obstplantagen</a></p>
<p>Alles klappte so reibungslos, dass wir misstrauisch wurden. Am Vormittag lagen wir noch am Strand und badeten. Wir hatten mit dem Hotelchef ein Taxi für 13:00 Uhr vereinbart, das uns für 2.500 SOM nach Tokmok bringen sollte. Das Taxi kam pünktlich, im Auto saßen zwei Männer, die aussahen wie Mafiosi, die Schwarzgeld nach Bishkek zu bringen hätten. Ich gab ihnen die korrekte Adresse, es handelte sich um ein Dorf 16 km von Tokmok entfernt. Das erhöhte den Preis zwar auf 3.000 SOM, aber von Karokol nach Kadji-Sai hatten wir auch 3.000 SOM bezahlt und die heutige Strecke war etwa doppelt so lang. Wir fanden das Dorf und auch die Straße, am Haus war zwar keine Nummer, aber die Nachbarn meinten, das sei das Touristen-Haus. Wir wurden in einen großen Raum mit einer langen Tafel geführt, an der wohl 20 Personen gut speisen konnten, und so üppig bewirtet, dass wir Angst vor dem Abendessen bekamen.<span id="more-3751"></span></p>
<p>Allerdings wurde uns kein Zimmer gezeigt, statt dessen wurden wir gefragt, ob wir noch spazieren gehen wollten.</p>
<h3>Burana</h3>
<p>Wir wanderten zu dem nur ein paar Kilometer entfernten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burana-Turm">Burana</a>, kletterten die steile dunkle Treppe im Turm hinauf, schauten nach Norden über das weite Land bis Kasachstan hinüber, nach Süden auf die Berge, die wir ab Morgen auf Pferden überqueren wollten, sahen den Jagdfliegern hinterher, die wohl an der Grenze Kontrollen flogen. Dann kehrten wir zu dem Haus zurück und fragten nach unserem Zimmer.</p>
<figure id="attachment_3782" aria-describedby="caption-attachment-3782" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3782" src="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180814_144606-e1535447418282-1024x498.jpg" alt="" width="525" height="255" srcset="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180814_144606-e1535447418282-1024x498.jpg 1024w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180814_144606-e1535447418282-150x73.jpg 150w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180814_144606-e1535447418282-300x146.jpg 300w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180814_144606-e1535447418282-768x373.jpg 768w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /><figcaption id="caption-attachment-3782" class="wp-caption-text">Burana</figcaption></figure>
<p>Es gäbe kein Zimmer, wurde uns erstaunt erwidert. Wir könnten auf dem Boden des Raums schlafen, in dem wir gegessen hatten.</p>
<p>Nun hatten wir schon unbequemer geschlafen, aber für die Nacht vor der Reittour waren wir noch auf Hotel und Dusche eingestellt. Man sah uns unsere Enttäuschung wohl an, die Gastgeberin organisierte sogar noch einen Eimer warmes Wasser zum Waschen und richtete uns mit bunten weichen Decken ein Lager auf dem Boden, sodass wir keine Luftmatratzen und Schlafsäcke brauchten. Gegen 22:00 Uhr beendeten auch die Jagdflieger ihre Tiefflüge übers Land.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/15/ins-wilde-kirgistan/">Nächster Tag: Ins &#8222;wilde Kirgistan&#8220;</a></p>
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		<title>Handtücher und Obstplantagen</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/13/handtuecher-und-obstplantagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Aug 2018 16:39:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
		<category><![CDATA[CBT]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Issyk-Kul]]></category>
		<category><![CDATA[marshrutka]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Bier und Benzin Nach dem Frühstück wollten wir nach Kadji-Sai an der Südküste des Issyk-Kul weiterfahren. Ich fragte Aida, wo wir ein Taxi bekommen könnte, sie meinte zunächst, ein Taxi sei doch sehr teuer und wir könnten doch die Marschrutka  vom Busbahnhof aus nehmen. Aber dann redete sie mit Maksat, ihrem Mann und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/12/3744/">Vorheriger Tag: Bier und Benzin</a></p>
<p>Nach dem Frühstück wollten wir nach Kadji-Sai an der Südküste des<a href="https://www.globalnature.org/35370/Living-Lakes/Asien/Issyk-Kul/resindex.aspx"> Issyk-Ku</a>l weiterfahren. Ich fragte Aida, wo wir ein Taxi bekommen könnte, sie meinte zunächst, ein Taxi sei doch sehr teuer und wir könnten doch die <a href="https://de.rbth.com/lifestyle/79351-russische-minibusse-marschrutka">Marschrutka </a> vom Busbahnhof aus nehmen. Aber dann redete sie mit Maksat, ihrem Mann und sagte, er würde sich um das Taxi kümmern. Maksat telefonierte und teilte mir mit, dass das Taxi 3.000 SOM (etwa 40 €) kosten würde. Ich war einverstanden und Maksat versicherte mir, dass das Taxi in 10 min da sein würde.</p>
<p>Etwas überrascht stellte ich 10 min später fest, dass Maksat selbst vorfuhr mit dem Auto, mit dem wir vor 6 Tagen das Benzin für unseren Kocher besorgt hatten. An der gleichen Tankstelle hielt er auch dieses Mal an und meinte, er bräuchte das Geld jetzt zum tanken. Ich gab ihm die 3.000 SOM, er tankte ein paar Liter und wir fuhren weiter.<span id="more-3748"></span></p>
<h3>Handtuch-Felder</h3>
<p>Unterwegs erklärte uns Maksat in einer Mischung aus Russisch und Englisch, die wir gut verstanden, die Gegend. An einem Feld hielt er an, ließ uns aussteigen und stapfte auf das Feld hinaus, um uns zu zeigen, dass hier Knoblauch angebaut wurde. In Kirgistan wird Ackerbau auf kleinen Feldern in langen Streifen betrieben, es sieht aus wie in der DDR nach der Bodenreform oder wie in Polen noch in den 1980er Jahren. Cornelia fragte, ob jedes Feld einer anderen Familie gehöre, Maksat bejahte.</p>
<h3>Kopftücher und Bikinis</h3>
<p>Die Landschaft änderte sich sehr, als wir uns dem Isyk-Kul näherten, Obstplantagen streckten sich nun zwischen Straße und See, vor allem Bäume mit gelb leuchtenden Aprikosen. Die Dörfer wurden schöner. Auch wenn es in jedem Ort eine neue Moschee gab, machten die Leute nicht den Eindruck, dass die Religion ihren Alltag prägte. Es gibt in Kirgistan nur selten Frauen mit religiös gebundenem Kopftuch, viele tragen die Haare ganz offen, einige das traditionelle Kopftuch, das man aus Filmen kennt. Vor allem fällt überall auf, dass viele Väter sich mit ihren kleinen Kindern beschäftigen.</p>
<p>Als an der Straße ein trampendes Backpacker-Pärchen auftauchte fragte Maksat, ob wir es mitnehmen sollten. Wir hielten an und fragten auf englisch, wohin sie wollten, sie nannten einen Ort hinter Kadji-Sai. Beim Einladen der Rucksäcke fragte ich sie, woher sie denn kämen, sie waren aus der Schweiz, da schlug ich vor, dass wir auch Deutsch sprechen könnten, wenn sie das könnten. Der junge Mann, der auch Russisch sprach, erzählte Maksat, dass die Schweizer die Deutschen verstehen könnten, aber nicht umgekehrt, was für mich irgendwie so klang, als hätten die Schweizer eine Fähigkeit, die uns abging, ich erklärte deshalb, dass die Schweizer in Rundfunk und Fernsehen auch richtiges Deutsch zu hören bekämen.</p>
<p>Den Nachmittag verbrachten wir am Strand von Kadji-Sai, man kann wunderbar baden im Issyk-Kul und es muss erwähnt werden, dass die kirgisischen Frauen, Islam hin oder her, genauso am Strand liegen und baden wie die deutschen &#8211; im Bikini und mit offenem Haar.</p>
<p>Um 19:00 Uhr gab es im Hotel ein üppiges, aber zügiges Abendbrot, sodass wir zum Sonnenuntergang wieder am Strand waren und beobachten konnten, wie die Sonne über den Bergen an der anderen Seite des Sees den Himmel färbte.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-3785" src="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180813_160053-e1535447629882-1024x498.jpg" alt="" width="525" height="255" srcset="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180813_160053-e1535447629882-1024x498.jpg 1024w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180813_160053-e1535447629882-150x73.jpg 150w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180813_160053-e1535447629882-300x146.jpg 300w, https://xn--jrg-friedrich-imb.de/wp-content/20180813_160053-e1535447629882-768x373.jpg 768w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></p>
<p>Abends kam dann eine überraschende E-Mail von Kumranjan vom <a href="http://cbtkyrgyzstan.kg/">CBT</a>-Büro in Bishkek, die die Reittour angeboten hatte, die am übernächsten Tag beginnen sollte. Wo wir denn blieben, es ginge auf 22:00 Uhr und wir seien nicht nicht da. Ich antwortete, dass wir doch erst morgen nach Tokmok kommen würden, da die Tour nicht morgen, sondern übermorgen losgehen sollte. Kurze Zeit später kam ihre Entschuldigung, es sei ihr Fehler gewesen. Wir hofften, dass dieser Fehler keine weiteren Konsequenzen haben würde.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/14/verdaechtig-unproblematisch/">Nächster Tag: Verdächtig unproblematisch</a></p>
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