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	<title>Permits &#8211; Jörg Phil Friedrich</title>
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	<description>Philosoph und Publizist</description>
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	<title>Permits &#8211; Jörg Phil Friedrich</title>
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		<title>In den Tien Shan mit Hindernissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Aug 2018 15:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aitmatov]]></category>
		<category><![CDATA[Al Djailoo]]></category>
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		<category><![CDATA[Tien Shan]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Ein Taxifahrer mit Brüdern Um 12:00 Uhr sollte der Fahrer mit den Permits am Hotel sein. Gegen 13:00 Uhr kam er und sagte, die Permits kämen in 10 min. Daraus wurden zwei Stunden. Wir unterhielten uns ein bisschen mit ihm, er hieß Tölön. In Kirgistan wollen alle wissen, wie viele Kinder und Enkel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/06/ein-taxifahrer-mit-bruedern/">Vorheriger Tag: Ein Taxifahrer mit Brüdern</a></p>
<p>Um 12:00 Uhr sollte der Fahrer mit den Permits am Hotel sein. Gegen 13:00 Uhr kam er und sagte, die Permits kämen in 10 min. Daraus wurden zwei Stunden. Wir unterhielten uns ein bisschen mit ihm, er hieß Tölön. In Kirgistan wollen alle wissen, wie viele Kinder und Enkel man hat, er hatte sechs Kinder und 10 Enkel und war 57 Jahre alt. Er hatte in der DDR als Soldat gedient, zeigte uns ein Bild von sich als 18jähriger Soldat. In Kirgistan haben alle die wichtigen Bilder ihres Lebens auf dem Smartphone.<span id="more-3722"></span></p>
<p>Wir warteten weiter. Vor uns hielt ein Kleintransporter, der in lateinischen Buchstaben die Aufschrift „EISMANN“ hatte. Es war ein Kühlauto, das die Kioske neben dem Hotel mit Eis belieferte. Der Fahrer und Tölön kannten sich, Tölön besorgte für jeden von uns ein Eis.</p>
<p>Irgendwann war klar, dass wir nicht mehr vor der Dunkelheit in Al Djailoo ankommen würden und entschieden, die Tour umgekehrt zu gehen &#8211; von Eckili-Tasch nach Al Djailoo. Das wollten wir eigentlich nicht, da wir dann bei 3.000 hm ohne Akklimatisation starten mussten, aber das sparte eine Stunde Fahrzeit. Endlich kamen die Permits und wir fuhren los.</p>
<p>Nach gut einer Stunde Fahrzeit waren wir schon in den Bergen. Im Vorbeifahren beobachteten wir Reiter bei einem Reiterspiel, das wir aus „<a href="http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=184">Abschied von Gülsary</a>“ kannten. Zwei Reiter-Mannschaften jagen sich gegenseitig einen Schafsbock ab, in diesem Fall war es eine Attrappe.</p>
<p>Nach einiger Zeit trafen wir auf den ersten Militärposten, der unsere Permits kontrollierte. Ich nutzte die Pause, um unseren Standort auf der Karte mit den GPS-Koordinaten auf unserer Uhr abzugleichen &#8211; es passte exakt.</p>
<p>Wir fuhren weiter &#8211; plötzlich gab es ein zischendes Geräusch. Tölön bremste, ein Reifen war geplatzt. Allerdings war das wohl Alltag, er hatte zwei Ersatzräder dabei. Der Reifen hatte auch überhaupt kein Profil mehr, er war einfach durchgefahren.</p>
<p>Während der Reparatur hielten ein paar junge Leute an und boten ihre Hilfe an. Sie fragten, woher wir kämen und als wir „Aus Deutschland“ antworteten, machte einer lachend den Hitlergruß und rief „Heil Hitler!“ Wir konnten nur „Nein, Nein!“ erwidern.</p>
<p>Weiter ging&#8217;s. Gegen 19:30 Uhr stoppte Tölön plötzlich und erklärte uns, wir seien am Ziel. Ich hatte nach meiner Karte eigentlich mit einer weiteren halben Stunde Fahrzeit gerechnet. Aber es gab tatsächlich eine Brücke über den Fluss, also glaubten wir ihm, zumal er uns noch genau zeigte, wie wir weiter zu gehen hätten. Wir beschlossen, direkt an der Brücke unser Zelt aufzuschlagen, denn wir mussten noch kochen und kurz nach 20:00 Uhr war Sonnenuntergang. Tölön fuhr davon.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/08/fenster-und-fassaden-im-tien-shan/">Nächster Tag: &#8222;Fenster und Fassaden&#8220; im Tien Shan</a></p>
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		<title>Ein Taxifahrer mit Brüdern</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/06/ein-taxifahrer-mit-bruedern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Aug 2018 15:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aitmatov]]></category>
		<category><![CDATA[Bishkek]]></category>
		<category><![CDATA[CBT]]></category>
		<category><![CDATA[Dshamilja]]></category>
		<category><![CDATA[Karakol]]></category>
		<category><![CDATA[Permits]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorheriger Tag: Zwei Verspätungen und zwei Feuerzeuge Der Flug verlief reibungslos. Wie immer in solchen Fällen war nervig, dass auf dem gerade mal vierstündigen Nachtflug von Moskau nach Bishkek trotzdem Essen und Getränke serviert wurden, sodass man nur zwei Stunden schlafen konnte. Gegen 5:00 Uhr waren wir in Bishkek (Ortszeit, also 1:00 Uhr in Deutschland). [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/05/zwei-verspaetungen-und-zwei-feuerzeuge/">Vorheriger Tag: Zwei Verspätungen und zwei Feuerzeuge</a></p>
<p>Der Flug verlief reibungslos. Wie immer in solchen Fällen war nervig, dass auf dem gerade mal vierstündigen Nachtflug von Moskau nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bischkek">Bishkek</a> trotzdem Essen und Getränke serviert wurden, sodass man nur zwei Stunden schlafen konnte. Gegen 5:00 Uhr waren wir in Bishkek (Ortszeit, also 1:00 Uhr in Deutschland). Dort wandte ich mich an den Mann am Taxischalter, um ein Taxi nach Karokol zu bekommen (100 € für eine sechsstündige Fahrt). Der Taxifahrer unterhielt sich mit uns, indem er russisch in eine App seines Smartphones sprach (Google Translator o.ä.). Die Übersetzung wurde auf englisch angezeigt und vorgelesen, während er am russischen Text prüfte, ob die App ihn richtig verstanden hätte.<span id="more-3715"></span></p>
<p>Wir dämmerten auf den Rücksitzen vor uns hin. Irgendwann fragte der Fahrer, ob er uns ein größeres Auto besorgen sollte, „sein Bruder“ hätte eins, und der würde im nächsten Ort wohnen. Da könnten wir uns beide hinlegen. Wir lehnten ab. Später hielt er in einem Ort an, diskutierte mit ein paar Leuten, dann kam er zurück, sagte uns dass er nicht weiterfahren könnte. Der Mann, der uns nach Karakol bringen würde, sei aber „sein Bruder“. Er selbst war zu müde, um weiterzufahren, die Energy-Drinks würden nicht mehr helfen. Wir bezahlten im die 100 €, er sagte, er würde seinem Bruder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Som">SOM</a> geben.</p>
<p>Das neue „Taxi“ hatte das Lenkrad rechts (das haben viele Autos in Kirgistan). Offensichtlich reichte dem Bruder das Geld nicht, er fuhr im Schritttempo durch den Ort und rief den Leuten auf der Straße „Karakol“ zu.</p>
<h3>Mit Dshamilja im Taxi</h3>
<p>Endlich entdeckte er eine Familie, die ein Schild mit der Aufschrift „Karakol“ hochhielt. Er ließ sie einsteigen, dazu wurde hinten noch eine Bank ausgeklappt. Der Vater stieg vorn ein, die Mutter mit einem Baby und einem jungen Mädchen hinten. Mutter und Baby schliefen bald ein, das Mädchen beschloss, sich mit uns zu unterhalten: Russisch, Englisch und Smartphone-Translator. Woher wir kämen und wohin wir wollten. Die Mutter wurde wach und wollte wissen, wie alt wir wären. Wir fragten ebenso. Sie waren in dem Ort im Urlaub gewesen und wohnten süd-westlich von Karakol. Das Mädchen wollte, dass wir sie besuchen kämen. Sie hat vier mal in der Woche Russisch und zwei mal Englisch in der Schule. Sie ist 16. Wir erzählten, dass wir Tschingis Aitmatov kennen, darauf antwortete sie „Ich heiße <a href="http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=2791">Dshamilja</a>“. Sie zeigte uns auf dem Smartphone ein Bild ihres Bruders, der gerade auf Zingst arbeitet.</p>
<p>Unser „Taxifahrer“ ließ die Familie am Busbahnhof in Karakol aussteigen und erkundigte sich nach dem Weg zu unserem Hotel. Dort angekommen hatte ich nicht den Eindruck, dass wir angemeldet wären, denn Aida, die Besitzerin, wusste nicht, wie lange wir bleiben wollten. Eigentlich hatte ich das mit Azamat vom hiesigen CBT-Büro alles per E-Mail geklärt.</p>
<h3>Keine Permits</h3>
<p>Wir gingen zum <a href="http://cbtkyrgyzstan.kg/cbt/cbt-karakol/">CBT-Büro</a>. Dort stellte sich heraus, dass unsere Permits für die Grenzregion zu China, in der wir in den nächsten Tagen unterwegs sein wollten, noch nicht ausgestellt waren, obwohl ich Azamat schon im Mai die Passkopien geschickt hatte. Er fragte uns, wann wir denn los wollten, auch das hatte ich ihm mehrfach geschrieben, am nächsten Morgen nämlich. Er telefonierte und teilte uns dann mit, dass die Permits am nächsten Tag um 12:00 Uhr fertig sein würden. Wir rechneten. Eigentlich hatten wir geplant, dass wir am Morgen gegen 8:00 Uhr loskommen, dann wären wir am frühen Nachmittag am Ausgangspunkt unserer Tour und könnten noch die 5 km bis zum ersten Übernachtungsplatz gehen. Das würde nun nicht mehr klappen, da die Fahrt ins Gebirge etwa sechs Stunden dauert.</p>
<p><a href="https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2018/08/07/in-den-tien-shan-mit-hindernissen/">Nächster Tag: In den Tien Shan mit Hindernissen</a></p>
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