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	Kommentare zu: Schirach ohne Moral	</title>
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	<description>Philosoph und Publizist</description>
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		<title>
		Von: Joerg		</title>
		<link>https://xn--jrg-friedrich-imb.de/2016/07/28/schirach-ohne-moral/comment-page-1/#comment-59121</link>

		<dc:creator><![CDATA[Joerg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2017 11:29:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Egon Schmitz,

Sehen Sie, mich interessiert die rechtliche Entscheidung gar nicht so sehr wie das moralische Problem. Und mich interessiert, wie das Moralische Problem bei Terror dargestellt wurde, nämlich als Dilemmasituation. Und ich will deutliche machen, dass moralische Probleme keine Dilemmas sind. 

Von Schirach hat Moral und Recht in seinem Drama vermischt. Das halte ich für problematisch.

Übrigens ist ja auch interessant, dass so viele Menschen auf Unschuldig plädieren, obwohl aus rechtlicher Persektive eigentlich klar ist, dass der Pilot Gesetze verletzt, Recht gebrochen und Vorschriften und Anweisungen missachtet hat. So klar, wie Sie sagen, scheint von Schirachs Argumentation also auch nicht zu sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Egon Schmitz,</p>
<p>Sehen Sie, mich interessiert die rechtliche Entscheidung gar nicht so sehr wie das moralische Problem. Und mich interessiert, wie das Moralische Problem bei Terror dargestellt wurde, nämlich als Dilemmasituation. Und ich will deutliche machen, dass moralische Probleme keine Dilemmas sind. </p>
<p>Von Schirach hat Moral und Recht in seinem Drama vermischt. Das halte ich für problematisch.</p>
<p>Übrigens ist ja auch interessant, dass so viele Menschen auf Unschuldig plädieren, obwohl aus rechtlicher Persektive eigentlich klar ist, dass der Pilot Gesetze verletzt, Recht gebrochen und Vorschriften und Anweisungen missachtet hat. So klar, wie Sie sagen, scheint von Schirachs Argumentation also auch nicht zu sein.</p>
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		<title>
		Von: Egon Schmitz		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Egon Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 21:39:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Herr Friedrich,

ich habe Schwierigkeiten Ihrer Argumentation zu folgen, wohingegen ich in Bezug auf von Schirach das Gefühl habe, diesen gut zu verstehen. Von Schirach ist Jurist, sie sind Philosoph, vielleicht liegt es daran. Ich kann ihm deshalb eher folgen, weil ich das von Ihnen hier Gesagte eher als schwammig empfinde. 

Zitat: Der moralische Mensch weiß, dass er schuldig ist, wenn er Menschen tötet. Es mag richtig sein, das zu tun, aber es ist niemals gut. Immer, wenn ich einem anderen Leid zufüge, belade ich mich mit Schuld. Auch wenn ich meine, keine andere Wahl gehabt zu haben. Ich muss diese Schuld tragen, sie wird mir nicht durch das Urteil, dass es doch aber richtig gewesen sei, abgenommen. Zitatende

Das würde niemand, auch von Schirach, wohl kaum bestreiten; doch damit ist die Frage noch nicht beantwortet, welche Konsequenzen man für den Piloten anordnet. Soll er in Freiheit bleiben, soll er einen Verdienstorden bekommen oder soll er lebenslang oder für viele Jahre ins Gefängnis?

Der Fall, der Basis des Theaterstücks ist, könnte jederzeit juristisch relevant werden, beispielsweise, wenn die Polizei zur Verhinderung eines Attentats auf das Fahrzeug eines Täters schießen muss, in dem auch sich auch unschuldige Geiseln befinden.

Egal wie gut oder gelungen man das Stück empfindet, das Dilemma bleibt bestehen: Kann es notwendig sein, unschuldige Menschen zu töten, um größeren Schaden (noch mehr Tote) zu verhindern?

Möglicherweise irritiert das deutliche Abstimmungsergebnis der Theater- und Fernsehzuschauer. Irgendwie ist es zu platt, vielleicht denken die Leute zu einfach und eine Inszenierung fördert dieses einfache Denken. Soweit könnte ich die Kritik ja noch nachvollziehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Friedrich,</p>
<p>ich habe Schwierigkeiten Ihrer Argumentation zu folgen, wohingegen ich in Bezug auf von Schirach das Gefühl habe, diesen gut zu verstehen. Von Schirach ist Jurist, sie sind Philosoph, vielleicht liegt es daran. Ich kann ihm deshalb eher folgen, weil ich das von Ihnen hier Gesagte eher als schwammig empfinde. </p>
<p>Zitat: Der moralische Mensch weiß, dass er schuldig ist, wenn er Menschen tötet. Es mag richtig sein, das zu tun, aber es ist niemals gut. Immer, wenn ich einem anderen Leid zufüge, belade ich mich mit Schuld. Auch wenn ich meine, keine andere Wahl gehabt zu haben. Ich muss diese Schuld tragen, sie wird mir nicht durch das Urteil, dass es doch aber richtig gewesen sei, abgenommen. Zitatende</p>
<p>Das würde niemand, auch von Schirach, wohl kaum bestreiten; doch damit ist die Frage noch nicht beantwortet, welche Konsequenzen man für den Piloten anordnet. Soll er in Freiheit bleiben, soll er einen Verdienstorden bekommen oder soll er lebenslang oder für viele Jahre ins Gefängnis?</p>
<p>Der Fall, der Basis des Theaterstücks ist, könnte jederzeit juristisch relevant werden, beispielsweise, wenn die Polizei zur Verhinderung eines Attentats auf das Fahrzeug eines Täters schießen muss, in dem auch sich auch unschuldige Geiseln befinden.</p>
<p>Egal wie gut oder gelungen man das Stück empfindet, das Dilemma bleibt bestehen: Kann es notwendig sein, unschuldige Menschen zu töten, um größeren Schaden (noch mehr Tote) zu verhindern?</p>
<p>Möglicherweise irritiert das deutliche Abstimmungsergebnis der Theater- und Fernsehzuschauer. Irgendwie ist es zu platt, vielleicht denken die Leute zu einfach und eine Inszenierung fördert dieses einfache Denken. Soweit könnte ich die Kritik ja noch nachvollziehen.</p>
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