Archiv der Kategorie: Anderswo gefunden

Was ich diese Woche las

Hannelore Vonier glaubt nicht, dass Leute, die illegal aus dem Internet Filme oder Musik herunterladen, diese kaufen würden, wenn die illegale Möglichkeit nicht bestände. Dem stimme ich zu. An ihrer Interpretation des „geistigen Eigentums“ als patriarchales Hirngespinst, dem sie einen nahen Tod vorraussagt, habe ich jedoch meine Zweifel.

Via Twitter bin ich auf einen Blog-Artikel aufmerksam gewodern, den ich sonst wohl wegen seines Titels nicht gelesen hätte (konservativ-intellektuell wie ich bin). Aber da hätte ich mich um einen tollen Spaß gebracht.

Nicht gelesen, aber gesehen habe ich eine Sendung mit dem schönen Titel „Die Welt ist eine Google“ auf die mich ein Artikel von PatJe aufmerksam gemacht hat (dort kann man die Sendung auch anschauen).

Was ist allgemein zugänglich?

Bei Wortsuch-Gewinnspielen müssen die Begriffe in allgemein zugänglichen Nachschlagewerken oder in allgemein zugänglicher Fachliteratur verzeichnet sein. Der Call-In-TV-Kritiker Stefan Niggemeier meint, das könne alles und nichts bedeuten. Ist das so?

Letztlich müssen Gerichte entscheiden, was in einer konkreten Situation tatsächlich unter so einer Formulierung wie „allgemein zugänglich“ verstanden werden soll, und das ist auch gut so, weil die Gesetzbücher und Verordnungen sonst noch umfangreicher und undurchschaubarer wären.
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Was ich in dieser Woche las

Jürgen Lübeck trug zusammen, wie widersprüchlich Umfrageergebnisse sein können – so widersprüchlich wie das Weltbild von Studenten (und nicht nur denen) eben ist.

Zwei Spreeblick-Autoren zeigen, dass auch sie in der Lage sind, oberflächliche Kaffeehaus-Gespräche über große Themen zu führen.

Aki Arik ist auf der Suche nach dem siebten Tibeter, der nach der Legende gebraucht wird, um die ganze Wahrheit zu finden.

Die Kommentare bei einem Stefan-Niggemeier-Artikel zeigen, dass Falschmeldungen sich selbst da noch halten, wo sie gerade als solche dargestellt werden.

Trittin will FAZ statt BILD

Jürgen Trittin ist BildBlogger für einen Tag, schreibt aber, wie von einem Politiker nicht anders zu erwarten, weniger über Bild sondern mehr über Politik, vor allem über das Thema Mindestlohn. Am Ende rät er dann den Lesern, lieber die FAZ statt die Bild zu lesen (der Link führt direkt zur Abo-Bestell-Seite der FAZ). Warum, bleibt Trittins Geheimnis, schreibt doch die FAZ zu seinem Thema das Gleiche, wie Bild.

Große Blogs und kleine Kommentare

Es könnte mir egal sein, denn als Blogger betrifft es mich nicht. Aber als Leser anderer Blogs, der auch an den Meinungen anderer Leser Interesse hat, beschäftigt es mich schon.

Große Blogs haben ein Problem mit ihren Kommentatoren. Stefan Niggemeier z.B. kann sich zwar gerade wieder darüber freuen, dass seine Beschäftigung mit Greenpeace wieder einmal mehr als 300 Kommentare gebracht hat, aber viele davon sind für den Leser eher ein Ärgernis als eine Freude. In dummen Kurz-Bemerkungen geht die Diskussion zum Thema längst unter. Niggemeier denkt – wohl nicht ganz ernstgemeint – über automatische Kommentarfilter nach:

(Ich glaube, wenn man einen Kommentarfilter einbaute, der automatisch alle Kommentare löschte, die mehr als drei Ausrufezeichen enthalten, es träfe nie, wirklich nie den falschen.)

Beim Politblog hat man gerade beschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten, auch wenn die Idee, dass man sich um die Erlaubnis zum Kommentieren bewerben kann, etwas merkwürdig erscheint. Sinnvoller wäre es für den Moment vielleicht gewesen, gezielt diejenigen anzuschreiben, die man als Kommentatoren behalten möchte – aber vielleicht hat man das ja trotzdem getan.
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