Zerfall und Neubesinnung

Fasst man die Entwicklung der Piratenpartei in den letzten zwei Jahren in wenigen Worten zusammen dann bleibt als Fazit: Was als Erfolgsserie erschien, der mühelose Einzug in vier Landtage, entpuppte sich schließlich als der Anfang vom Ende. Dafür ist zweierlei von Bedeutung.

Über die Freude am Zuspruch aus allen Richtungen verlor die Partei aus dem Auge, wo sie eigentlich hin wollte. Der Einzug in die Parlamente ist sicherlich ein Mittel, aber auch nur eins von mehreren, um die Ziele der Piraten zu verfolgen. Aber im Rausch der Wahlerfolge wurde dieses Mittel selbst zum Zweck, fast zum Selbstzweck. Es ging plötzlich nicht mehr um Transparenz, Teilhabe und neue Formen der Demokratie, es ging darum, Wahlen zu gewinnen.

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Wortwörtlich

„Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein“ lässt Goethe seinen Mephisto zu Fausts Schüler sagen. Und er fährt fort: „Mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten…“ Solche Streits mit Worten, bei denen Begriffe fehlen, erleben wir auch heute noch tagtäglich, an Kneipentischen und in sozialen Medien hauen wir uns Worte um die Ohren ohne uns auch nur im geringsten darum zu scheren, ob denn da auch ein Begriff sei.

Schon in diesem Moment müssen wir zum ersten Mal innehalten und uns fragen, was denn so ein Satz wie der soeben hingeschriebene überhaupt besagt.

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Absatzschwierigkeiten

Kaum ein Kleidungsstück der europäischen Tradition ist so umstritten, ja umkämpft, wie der Absatzschuh. Kritiker sehen in den High Heels das Symbol der Sexualisierung der Erscheinung der Frau, mit der Männer die Frauen darauf reduzieren, ein Sexobjekt zu sein.

Männer würden Frauen letztlich auf den unbequemen hohen Schuh zwingen, um sich an den dann besser sichtbaren oder verstärkten weiblichen Reizen, den langen Beinen und den wiegenden Hüften, ergötzen zu können. Der Absatzschuh, so kann man, diesem Argument folgend, kritisieren, trägt dazu bei, sexuelle Reize zu betonen und damit andere Attribute der Trägerin in den Hintergrund treten zu lassen.

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