Der tägliche Weltuntergang

Es wurde viel gelacht in den vergangenen Wochen, über Leute, die glaubten, mit dem Ende des Maya-Kalenders würde die Welt untergehen. Zwar ist mir niemand begegnet, der tatsächlich geglaubt hätte, dass am vergangenen Freitag irgendetwas passieren würde, was als Ende der Welt verstanden werden könnte, aber viele waren sicher, dass es solche „Esoteriker“ gäbe, und dass man sie verspotten sollte, darüber war man sich einig.

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Zwei Arten zu haben

Wir haben eine reiche Sprache, und manchmal scheint es, als hätten wir viele Wörter, um immer das gleiche Ding zu bezeichnen. Die Bedeutungen der beiden Begriffe Eigentum und Besitz etwa sind in der Alltagsverwendung kaum zu unterscheiden. Wenn man vom metaphorischen Sprachgebrauch absieht, handelt es sich in beiden Fällen um eine Beziehung zwischen einem Menschen und einer Sache, in der die Person über den Gegenstand weitgehend nach Belieben verfügen kann, ohne dass ein anderer Einspruch dagegen einlegen darf. Das Ding ist „meins“, sowohl wenn es mein Eigentum ist als auch wenn ich es besitze. Ich kann damit fast alles machen, was ich will.

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Rundumprogramm

Muss eine politische Partei Antworten auf alle politischen Fragen geben, wenn sie sich dem Votum der Wähler stellt?
In der Öffentlichkeit wird gegenwärtig etwa von der Piratenpartei erwartet, dass sie nicht nur zu Fragen, die das Internet oder das Urheberrecht betreffen, einen klaren Standpunkt formuliert, sondern auch zur Umweltpolitik, zur Wirtschafts- und Außenpolitik. Das Argument ist, dass die Abgeordneten im Parlament nicht nur zu den Fragen stimmberechtigt sind, die das Hauptthema ihrer Partei sind, sondern dass sie an der Entscheidungsfindung zu allen politischen Tagesfragen im Parlament beteiligt sind – und die Wählenden wollen schon vor ihrer Stimmabgabe wissen, wie sie die Abgeordneten in diesen Situationen entscheiden werden.

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Das Ende des Klimaschutzes

Die Klimaschutzkonferenz von Doha hat vor allem eines gezeigt: Eine Einigung zu einem globalen Problem ist auf der Basis der derzeitigen internationalen Strukturen nicht möglich, wie groß die Gefahr, die möglicherweise aus dem ungelösten Problem erwächst, auch sein mag.

Erstaunlicherweise muss man konstatieren, dass die sogenannte Weltgemeinschaft umso unfähiger ist, einen abgestimmten Weg zur Verringerung der Gefahr zu finden, desto sicherer die Ergebnisse der Forscher werden.

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Wir sind nicht per Du

Google duzt mich. Das ist verständlich, denn in Zeiten höchster Gefahr, wenn alles auf dem Spiel steht und alles verteidigt werden muss, was wirklich zählt im Leben, bleibt für Förmlichkeiten und höfliche Umgangsformen keine Zeit. Und es steht nicht weniger auf dem Spiel als „mein Netz“ – wer könnte da distanziert bleiben.

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Aufs Paket kommt es an

Was ist eine Zeitung? Ist sie ein Stapel großer bedruckter Papierblätter, zusammengehalten durch gemeinsame Faltung, der, pünktlich zum Frühstück, morgens in die Briefkästen der Abonnenten verteilt wird? Wenn das so wäre, dann ist tatsächlich das baldige Ende aller Zeitungen zu erwarten – denn die Verteilung von Texten auf diesem Wege ist von Anfang an nichts weiter als Kompromiss gewesen, bei dem sich der Leser die gewünschte Aktualität durch Unhandlichkeit erkauft. Der Produktionsprozess macht es notwendig, möglichst große Papierbögen zu bedrucken, deren Lesbarkeit auf beschränktem Raum oder unter widrigen Bedingungen jedoch arg eingeschränkt ist.

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