Die Präsenz des Autors

Es herrscht ein babylonisches Stimmengewirr in der Welt der Kreativen. Jeder glaubt, für jeden anderen reden zu dürfen, nicht nur Partei ergreifen zu können sondern auch zu wissen, auf welcher Seite der Barrikaden, die von Tag zu Tag größer werden, die Guten und auf welcher die Bösen stehen. Dabei ist die Lage um die Interessen von Urhebern, Verbreitern und Konsumenten von Kunst viel unübersichtlicher, als uns das politische Freund-Feind-Denken glauben macht, das uns die meisten Beteiligten aufzuzwingen versuchen.

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Technik, die nicht begeistert

Ein paar Nachrichten der letzten Tage: Die Inbetriebnahme eines neuen Großflughafens verzögert sich um ein dreiviertel Jahr. Eine Versorgungsrakete für die ISS startet nicht wie geplant. Die Auslieferung der neuen ICE Züge verspätet sich erneut. Nachrichten wie diese, die in die Schlagzeilen kommen, sind bekanntlich nur die Spitze des Eisberges. Verzögerungen und Ausfälle wegen technischer Probleme müssen wir Tag für Tag in Kauf nehmen, die Türblockierung des Zugwaggons oder die Klimaanlage funktioniert nicht, die Lokomotive hat eine technische Störung, der Geldautomat ist vorübergehend außer Betrieb, eine Anzeigetafel bleibt leer, die Ampeln fallen aus, der PC stürzt ab.

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Schweben ist relativ

Es ist sieben Uhr morgens in einem ICE der dritten Generation, 1. Klasse. Ledersitze, Beinfreiheit, der Zugbegleiter verteilt kostenlose Zeitungen und fragt nach Wünschen aus dem Bordbistro. Die meisten Fahrgäste haben ihre Notebooks aufgeklappt, tippen Zahlen in Excel-Sheets, formatieren Präsentationen oder schreiben Kolumnentexte für Online-Medien. Nur wenige Passagiere scheinen auf einem anderen Weg zu sein als unterwegs zu einem wichtigen Geschäftstermin. Der Zugbegleiter fragt eine ältere Dame, die zwischen 70 und 80 Jahre alt sein mag, ob sie lieber die Süddeutsche oder die Bild-Zeitung lesen möchte.

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Gib nicht so Gummi

Die Bedeutung des Gummis, insbesondere in der Form in der man es als Schutz über die verschiedenen Körperteile ziehen kann, ist kaum zu überschätzen. Man denke nur an den Effekt von Gummistiefeln und Gummihosen, aber auch die schützende Wirkung von Gummimasken ist – insbesondere wenn sie mit einem Atemfilter vor Mund und Nase und Glasfensterchen für die Augen versehen sind, beachtlich. Das Gummi trennt wirksam das von ihm umschlossene Innere von der Außenwelt und schränkt doch den Umgang des Eingehüllten mit dem Ausgegrenzten nur minimal ein, es schützt damit das eine vor dem anderen und lässt doch einen intimen Kontakt zu – eine kulturelle Errungenschaft der Extraklasse.

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