Nur wechselnde Kulisse

Seit wenigstens 200 Jahren glauben die Menschen, gerade jetzt Zeugen von dramatischen Veränderungen zu sein, halten sie ihre Gegenwart – im Gegensatz zu allen vorherigen – für eine Zeit der rasanten Umstürze und der gewaltigen Fortschritte. Wir Heutigen lächeln nachsichtig über unsere Großeltern und Vorfahren: Ja, auch ihr glaubtet schon, in Zeiten des rasenden Wandels zu leben, aber ihr habt euch geirrt, eure Zeiten waren noch sehr ruhig, gemessen an den unseren, die nun wirklich an Tempo und Dynamik nicht mehr zu überbieten sind.

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An der Haltelinie

Ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie kommen an eine Ampel, die Rot zeigt. Die Verkehrssituation ist vollkommen übersichtlich, weit und breit ist kein Auto, kein Fußgänger, kein Radfahrer zu sehen. Nichts. Sie halten an, und warten, dass es Grün wird – aber es wird nicht Grün.

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Schlecht versorgt

Das spannendste am derzeitigen deutschen Fernsehprogramm bleibt für die meisten Zuschauer unsichtbar. Auf manchen Bildschirmen erscheint seit Monaten – jeweils völlig unerwartet und zu den ungewöhnlichsten Momenten – eine Laufschrift, deren voller Wortlaut es wert ist, hier zitiert zu werden: „Wenn Sie diese Einblendung immer noch sehen, müssen Sie  r a s c  h handeln. Dieser Übertragungsweg wird am 30. April eingestellt. Wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.“

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Verpassen sich zwei

Früher saßen die Männer abends in der Kneipe und die Frauen warteten zu Hause. Heute scheint es umgekehrt zu sein. Gehe ich abends noch auf ein Glas Wein oder Bier ins Bistro, ins Café oder in die Brasserie, dann sehe ich dort vor allem Frauen – zu zweit oder in kleinen Gruppen – der Männeranteil liegt bei etwa 25%. Wo sind die Männer? Sitzen sie zu Hause, hüten sie die Kinder, füllen sie die Wasch- und Spülmaschinen und kochen das Essen für den nächsten Tag?

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